Klima-Streit um Kölner Lichter Bald Laser statt Pyro? Veranstalter mit klarer Ansage

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Zum 19. Mal fanden 2019 die Kölner Lichter statt.

Köln  – Publikumsmagnet Kölner Lichter: 300.000 Menschen wollten am Wochenende das Spektakel sehen. Doch unmittelbar nach dem Feuerwerk ist eine heiße Klima-Diskussion rund um die Pyrotechnik entbrannt. Köln ruft den Klima-Notstand aus, macht da das Feuerwerk wegen feinstaub und Co2 Sinn?

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker: Laser-Show als Alternative zum Feuerwerk

In einem Interview hatte Kölns OB Henriette Reker (62, parteilos) darauf aufmerksam gemacht, dass sie sich anstelle des Feuerwerks auch alternative Formen der Kölner Lichter vorstellen könne, „etwa eine Laser-Show“.

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Kölns OB Henriette Reker schlug eine Laser-Show vor.

EXPRESS erreichte am Montag Werner Nolden, den Veranstalter der Kölner Lichter. Der erteilte dem Vorschlag, den unter anderem auch das Stadtmarketing vorgeschlagen hatte, eine Absage. „Die Kölner Lichter ohne Pyrotechnik wären wie ein Fußballspiel ohne Ball“, so Nolden.

Er machte klar: „Das Problem, was wir haben ist, dass es gar kein Problem gibt.“ Letztlich seien beim Abbrennen des Hauptfeuerwerks 1,2 Kilo Feinstaub in die Luft geblasen worden. „In Köln werden täglich mehrere hundert Kilo produziert. Da frage ich mich schon, worüber wir reden.“ Gleiches gelte für die CO2-Belastung.

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Veranstalter Werner Nolden (l.) mit Lukas Podolski

„Bei unserem Feuerwerk wurden 40 Kilo freigesetzt, Köln produziert 6800 Tonnen.“ Für Nolden steht fest. „Die Kölner Lichter dürfen kein Problem für die Umwelt darstellen. Deshalb haben wir beispielsweise beim Thema Müll reagiert und eine Müllsack-Aktion durchgeführt.“

Diese Aktion sei sehr gut angekommen. „Da wollen wir stetig besser werden. Und man hat gesehen, dass viele Besucher super reagiert und die Müllsäcke gefüllt neben die Tonnen gestellt haben.“

Kölner Lichter 2019: Müll-Aktion lief gut

Die Diskussion um die Kölner Lichter – sie wird natürlich weitergehen. Aber Nolden macht noch einmal klar. „Es geht ja nicht nur um Köln. Sondern auch um Koblenz, Bonn und Düsseldorf, wo zusätzliche Einnahmen an die Städte fließen.“

Dass die Kölner Lichter 2020 wieder mit Pyrotechnik an den Start gehen werden – daran lässt Nolden nicht die leisesten Zweifel und verrät: „Kommendes Jahr werden Brings spielen und darauf das Jahr Kasalla.“

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