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Frage geklärt Bekommen KVB-Kontrolleure „Provision“, wenn sie Schwarzfahrer erwischen?

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KVB-Kontrolleure im Einsatz

Köln – Der Fall von Anita Ambrosius (46), die wegen ihres veralteten Fahrscheins jetzt 60 Euro Strafe zahlen muss, beschäftigt die Kölner. Viele Leser meldeten sich auf den Bericht im EXPRESS. Manche haben Verständnis für das rigorose Durchgreifen der Kölner Verkehrs-Betriebe, andere finden die Reaktion der städtischen Tochtergesellschaft zu hart. Eine Frage beschäftigt in dem Zusammenhang viele Kölner ganz besonders.

KVB-Tickets: Bekommen Kontrolleure eine Provision?

Es ist eine seit Jahren anhaltende Vermutung vieler Fahrgäste: Bekommen Kontrolleure eine Art Provision, wenn sie ein Knöllchen ausstellen? KVB-Sprecher Matthias Pesch erklärt auf EXPRESS-Anfrage: „Nein. Pro-Kopf-Prämien, wie es bei anderen Unternehmen der Fall war oder ist, gab und gibt es bei der KVB nicht.“

Lesen Sie hier: Kölnerin muss 60 Euro Strafe zahlen, weil ihr abgestempelter Fahrschein zu alt ist

KVB-Fahrscheine: In Köln wurden 72.000 Schwarzfahrer erwischt

Die insgesamt 230 Kontrolleure aus den Bereichen Sicherheit, Service und Fahrausweisprüfung, davon 30 Studenten in Teilzeit, werden, so Pesch, nach Tarif bezahlt. Sie haben im Jahr 2018 insgesamt 72.000 Schwarzfahrer in Bussen und Bahnen erwischt.

Das entspricht einer Quote von zwei Prozent aller Fahrgäste. 2010 lag diese Quote noch bei sechs Prozent. Die Kölner fahren also immer seltener ohne gültigen Fahrschein. Die Zahlen für 2019 liegen noch nicht vor.

Lesen Sie hier: Die große Knöllchen-Debatte. KVB-Fahrgäste schildern ihre Erlebnisse mit Kontrolleuren

Fahrscheinkontrolle in Köln: Viele Übergriffe auf KVB-Kontrolleure

Es kommt immer wieder zu Übergriffen auf KVB-Kontrolleure. EXPRESS berichtete schon 2016 über heftige Angriffe auf KVB-Mitarbeiter. Die Anzahl der Angriffe hat sich nicht verringert. Im Jahr 2018 waren es über 50 Attacken, genau wie schon 2016.

KVB-Sprecher Matthias Pesch: „Es gibt klare Regeln“

KVB-Sprecher Matthias Pesch stellt klar: „Es gibt klare Regeln, wann ein Ticket gekauft sein muss, wie lange und für welche Strecken es gültig ist. Dass wir unsere Kontrollen konsequent vornehmen und das Schwarzfahren ahnden, ist außerdem im Sinne aller zahlenden Fahrgäste, die mit einem gültigen Ticket unterwegs sind und wenig Verständnis dafür haben, wenn wir uns bei Verstößen zu großzügig zeigen.“

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