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Tausende in Köln erwartetPolizei bereitet sich auf Großeinsatz vor

Am Kölner Dom gedachten Menschen der Opfer der Proteste im Iran.

Am Kölner Dom gedachten Menschen am Donnerstagabend der Opfer der Proteste im Iran.

Nach einer Mahnwache am Dom wurden in Köln weitere Demos angekündigt.

Am Donnerstagabend (15. Januar) versammelten sich etwa 150 Personen zu einer stillen Mahnwache am Kölner Dom, um der Opfer der Proteste im Iran zu gedenken.

Obwohl die Versammlung von der Anmelderin kurzfristig bei der Polizei abgesagt wurde, kamen die Menschen zusammen. Für etwa eine halbe Stunde zeigten die Anwesenden mit Kerzen, Bildern und Blumen ihre Anteilnahme für die Getöteten bei den Demonstrationen gegen die Regierung. Sie drückten damit auch ihre Solidarität mit den Demonstrierenden im Iran aus.

Polizei erwartete mehrere Tausend Demonstranten in Köln

Diese Mahnwache ist nur der Anfang weiterer Aktionen in der Stadt. Für das kommende Wochenende sind bereits mehrere Demonstrationen und Kundgebungen registriert, insbesondere für den Samstag.

Die Kölner Polizei sowie die Veranstalter erwarten, dass mehrere Tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die Straße gehen werden.

Tausende erwartet: Polizei rechnet mit vollen Plätzen

Geplant sind Kundgebungen auf dem Roncalliplatz (Samstag, 13.00 Uhr; Sonntag, 14.00 Uhr), dem Heumarkt (an beiden Tagen um 14.00 Uhr) und dem Deutzer Ottoplatz (Samstag, 14.00 Uhr). Vom Neumarkt aus sind außerdem zwei Demonstrationszüge angekündigt, die am Samstag und Sonntag jeweils um 14.00 Uhr beginnen. Kleinere Versammlungen sind auch im Bereich des Hauptbahnhofs vorgesehen. Bisher sind über 3000 Personen angemeldet, es wird jedoch mit einer höheren tatsächlichen Teilnehmerzahl gerechnet.

Die Polizei stellt sich auf einen Großeinsatz ein. Sie spricht von einer emotional angespannten Lage. Aktuell finden noch Kooperationsgespräche mit den Anmeldenden statt, um die Abläufe zu koordinieren und eventuell einzelne Veranstaltungen zusammenzulegen.

Der Hintergrund für die Proteste ist die dramatische Situation im Iran. Seit Ende Dezember gehen dort Menschen gegen das autoritäre Mullah-Regime auf die Straße. Die Demonstrationen wurden zuletzt brutal niedergeschlagen; Berichte deuten darauf hin, dass Sicherheitskräfte gezielt auf die Köpfe von Demonstrierenden geschossen haben.

Schätzungen zufolge beläuft sich die Zahl der Todesopfer inzwischen auf Tausende. Eine Internetsperre erschwert es erheblich, verlässliche Informationen aus dem Land zu bekommen (red).

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.