Ein Haus in Köln hat kein Dach – und die Stadt schaut zu.
Stadt muss handelnPolitiker nennt Situation um Kölner Haus einen Skandal
Aktualisiert
Ein Albtraum für die verbliebenen Bewohnerinnen und Bewohner in Köln-Flittard: Seit dem Sommer hat ihr Mehrfamilienhaus kein Dach mehr. Die Bezirksvertretung Mülheim schlägt nun erneut Alarm und kritisiert die Stadt Köln scharf für ihre Untätigkeit.
Die Misere begann vor einigen Jahren. Der Eigentümer wollte das Haus in der Eduard-Heis-Straße sanieren, doch ihm ging offenbar das Geld aus. Nach seiner Insolvenz wurde ein provisorisches Schutzdach, das die größten Nässeschäden zunächst verhinderte, im Sommer 2025 wieder abgebaut. Seitdem ist ein Großteil des Gebäudes dem Wetter schutzlos ausgeliefert.
Unfassbare Zustände: Schimmel und nasse Wände
„Es regnet rein, die Wände sind klitschnass, in den Wohnungen schimmelt es“, so beschreiben es die Fraktionen der Grünen und Linken in einem Dringlichkeitsantrag. Viele Mieterinnen und Mieter sind bereits ausgezogen, doch einige Menschen leben immer noch in den nassen Wohnungen. Die Zukunft des Hauses ist völlig ungewiss, da es immer weiter verfällt.
Jonas Höltig, Fraktionsvorsitzender der Grünen, bezeichnete die Situation in der Sitzung als Skandal – gerade in einer Stadt mit so dringendem Bedarf an bezahlbarem Wohnraum. Auch andere Mitglieder der Bezirksvertretung kritisierten, dass die Stadt Köln nichts unternehme, um das bestehende Wohnhaus zu schützen.
Kritik an der Stadt: „Sehenden Auges verfallen lassen
Die Politikerinnen und Politiker warnen: „Mit jedem Tag ohne Dach wird eine zeitnahe Sanierung immer unwahrscheinlicher – insbesondere angesichts des nahenden Winters mit vielen regnerischen, frierenden Tagen.“ Dabei hätte die Stadt über die Wohnaufsicht durchaus die Möglichkeit, durch eine Ersatzvornahme einzugreifen oder das Gebäude zum Schutz der verbliebenen Bewohnerinnen und Bewohner zu beschlagnahmen.
Doch die Verwaltung scheue die rechtlichen und finanziellen Risiken, so der Vorwurf. „Während anderswo Häuser oder sogar Hotelzimmer für diese Zwecke für zum Teil millionenschwere Mietverträge angemietet werden, lässt die Stadt in Flittard sehenden Auges bezahlbaren Wohnraum verfallen“, kritisieren die Antragstellenden. Eine Lösung sei nicht in Sicht, obwohl die Bezirksvertretung bereits im September 2025 erste Maßnahmen gefordert hatte.
Die BV Mülheim hat die Verwaltung nun erneut einstimmig beauftragt, alle rechtlichen Mittel auszuschöpfen. Das Gebäude soll angesichts des nahenden Winters endlich vor weiterem Regenwasser geschützt werden, um den wertvollen Wohnraum langfristig zu sichern. (red)
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