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SEK-Einsatz in Köln-MülheimRazzia nach Familien-Krieg mit zehn Verdächtigen

Bei dem Streit zwischen den beiden Familien waren vier Menschen verletzt worden.

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Bei dem Streit zwischen den beiden Familien waren vier Menschen verletzt worden.

Nach der blutigen Fehde in Köln-Mülheim greift die Polizei jetzt durch. Spezialeinheiten stürmten Wohnungen, fanden Waffen – und eine brisante Verbindung sorgt für Aufsehen.

Mehr als 14 Tage nach dem eskalierten Familienkrach in Köln-Mülheim, bei dem geschossen und mit Messern zugestochen wurde, hat die Polizei nun zehn Tatverdächtige identifiziert. Am Donnerstagmorgen (20. August) rückten Spezialkräfte an und durchsuchten vier Wohnungen von Verdächtigen in Köln-Mülheim, wie Polizei und Staatsanwaltschaft gemeinsam bekannt gaben.

Die Razzien fanden in Objekten an der Odenthaler Straße, der Schützenhofstraße sowie der Berliner Straße statt. Nach Auskunft der Behörden sicherten die Einsatzkräfte dabei Mobiltelefone und diverse Datenträger. Zudem wurden drei Macheten und ein Messer gefunden. Ein Mercedes-Fahrzeug wurde zur weiteren Untersuchung auf Beweismittel abtransportiert.

Brisantes Detail: Familie stand auf Abschiebe-Liste

Welchen Part die einzelnen Beschuldigten bei der Konfrontation am 3. August genau innehatten, ist bislang noch nicht geklärt. Auch die Hintergründe für den Streit liegen für die Ermittler weiterhin im Dunkeln. Man erhofft sich nun durch die Auswertung der sichergestellten Handys entscheidende neue Hinweise.

Bei der Auseinandersetzung der beiden Familien wurden insgesamt vier Personen verletzt. Stichwunden erlitten zwei Männer im Alter von 24 und 48 Jahren. Eine 39 Jahre alte Frau sowie ein 42-jähriger Mann wurden durch Schüsse verletzt. Alle vier kamen noch am Abend des Vorfalls in umliegende Krankenhäuser. Bis auf eine Person konnten inzwischen alle die Kliniken wieder verlassen. Noch in der Tatnacht nahm eine Mordkommission ihre Arbeit auf.

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Zusätzliche Brisanz gewinnt der Vorfall durch die Tatsache, dass Mitglieder einer der beteiligten Familien auf der „Liste Coesfeld“ geführt wurden. In diesem im Jahr 2024 angelegten Verzeichnis sind rund 500 ausreisepflichtige Personen aus den Westbalkanstaaten registriert. Der Kreis Coesfeld hatte der Stadt Köln seine Hilfe bei der Beschaffung von Ausreisedokumenten angeboten, was die Stadt jedoch ablehnte. Die Stadtverwaltung begründete die Ablehnung mit einer missverständlichen und unglücklichen Kommunikation innerhalb der zuständigen Ausländerbehörde. (red)

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