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Update

Mordkommission ermitteltSchüsse in Köln-Mülheim – Polizei mit neuen Infos

Aktualisiert:

Am Montagabend fallen im Kölner Stadtteil Mülheim plötzlich Schüsse. Vier Menschen werden verletzt. Die Polizei hat jetzt weitere Informationen bekannt gegeben.

Mitten in Köln-Mülheim sind am Montagabend Schüsse gefallen. Vier zum Teil schwerverletzte Personen wurden in Krankenhäuser gebracht. Jetzt gibt es neue Informationen.

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstagmittag (4. August) bekannt gaben, wird Hinweisen nachgegangen, wonach Streitigkeiten zwischen zwei in Mülheim und Dellbrück wohnenden Familien Auslöser für die Tat gewesen sein könnten.

Köln-Mülheim: Schüsse auf offener Straße

Gegen 22 Uhr war es im Bereich der Berliner Straße in Höhe einer Tankstelle zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen gekommen. Plötzlich wurden auf offener Straße Schüsse abgefeuert. Zeugen alarmierten daraufhin die Polizei.

„Eine 39-jährige Frau und ein 42-jähriger Mann wurden durch Schüsse verletzt“, erklärte nun ein Sprecher der Kölner Polizei. Zwei weitere Männer (24, 48) erlitten hingegen Stichverletzungen. Alle vier kamen in Krankenhäuser, drei von ihnen befinden sich dort weiterhin in Behandlung. 

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Die Verletzten wurden vorläufig festgenommen, wie auch zwei 19-jährige Tatverdächtige sowie ein 21-Jähriger. Der Polizeisprecher: „Die Staatsanwaltschaft prüft derzeit, ob die gesetzlichen Voraussetzungen für die Beantragung von Haftbefehlen vorliegen.“ Dazu zählen unter anderem ein dringender Tatverdacht sowie das Vorliegen von Haftgründen, wie Flucht-, Verdunkelungs- und Wiederholungsgefahr. 

Die Polizei war mit zahlreichen Kräften in Mülheim im Einsatz. Der Tatort wurde großräumig abgesperrt, Spuren wurden gesichert und erste Zeugen vernommen. Noch in der Nacht wurde eine Mordkommission eingerichtet.

Anwohnende verunsichert

„Die Ermittlungen zum genauen Tatablauf und zu den Hintergründen dauern an“, so der Sprecher der Polizei weiter. Mülheim gilt als Kriminalitätshotspot. Erst am Freitagabend hatte es in Vingst Schüsse gegeben. Ein Unbekannter hatte auf einen E-Scooter-Fahrer gefeuert.

Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ aus Sicherheitskreisen erfuhr, soll ein Streit zwischen zwei Roma-Familien eskaliert sein. In dem Zusammenhang gehen die Ermittler Hinweisen nach, wonach ein Sexualdelikt zur Straßenschlacht zwischen den Großfamilien geführt haben soll. Nach ersten Erkenntnissen ging es womöglich um einen Fall sexueller Belästigung einer Frau, der vergeltet werden sollte. Die Familien B. und D. sind nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ bei Justiz und Polizei mehrfach aktenkundig.

Wie Anwohner  berichten, soll der Streit an einer Buswendeschleife gegenüber einem Kiosk eskaliert sein. In direkter Nähe befindet sich auch die KVB-Haltestelle „Berliner Straße“. Einer der Verletzten soll nach den Schüssen stark blutend in Richtung einer nahegelegenen Tankstelle geflüchtet sein, wo er später erstversorgt wurde.

Mehrere Anwohner berichteten außerdem, dass nach den Schüssen zwei Autos an der Wendeschleife gehalten haben sollen: Mehrere Personen seien zunächst aus-, dann wieder zugestiegen, ehe die Wagen mit quietschenden Reifen davonfuhren. „Aktuell gehen wir davon aus, alle Beteiligten festgesetzt zu haben“, sagte ein Behördensprecher dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Nach wie vor sollen die Ermittler allerdings nach möglichen weiteren Beteiligten an der Schießerei suchen, wie es aus Sicherheitskreisen heißt.  (are, iri, fh)

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