Alarm am Rhein: Wegen des extremen Niedrigwassers müssen Feuerwehr und Polizei ihre Boote an andere Orte verlegen.
Alarm am RheinDarum liegen Kölner Feuerwehr-Boote jetzt woanders

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Das Feuerlöschboot 1 der Berufsfeuerwehr Köln liegt unweit der Bastei an einem Anleger. Eigentlich ist das Boot im Deutzer Hafen stationiert.
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Der Rhein führt kaum noch Wasser. Das hat Folgen für die Kölner Rettungskräfte. Sie müssen ihre Boote verlegen und Strategien ändern.
Ein seltener Anblick bietet sich Spaziergängern und Spaziergängerinnen am Rheinufer auf Höhe der Bastei. Dort ankert das Löschschiff der Kölner Berufsfeuerwehr, weit entfernt von seinem üblichen Standort im Hafen von Deutz. Der Grund für diese Verlegung ist der besorgniserregend geringe Wasserstand des Flusses.
Folgen für Einsatz in Köln
„Wegen des niedrigen Pegels im Rhein kommen wir aktuell mit dem Feuerlöschboot nicht mehr gut aus dem Deutzer Hafen heraus“, erläutert eine Sprecherin der Feuerwehr. Seit ungefähr drei Wochen liegt das Wasserfahrzeug deswegen an der Bastei und startet von diesem Ort zu seinen Einsätzen. Durch den veränderten Ankerplatz entstünden aber keine Verspätungen, so die Feuerwehr.
Die Wasserschutzpolizei war ebenfalls gezwungen, ihre operative Strategie zu ändern. Ein Sprecher teilte mit: „Unser Streifenboot liegt mittlerweile im Mülheimer Hafen an, ein weiteres Boot mit geringem Tiefgang, das weiter im Deutzer Hafen liegt, können wir ebenfalls nutzen“. Die restlichen Schiffe der Flotte bleiben aufgrund des Tiefstands vorläufig außer Dienst.
Um zur sogenannten WSP13 in Mülheim zu gelangen, nutzen die Beamten derzeit Streifenwagen von ihrer Deutzer Wache. Von diesem Punkt aus beginnen die Patrouillen auf dem Fluss. Der Sprecher versichert jedoch: „Weiterhin ist Hilfe in Notsituationen gewährleistet.“ Eingeschränkt wurde lediglich die Häufigkeit der Kontrollen auf dem Wasserweg.
Immerhin: Inzwischen steigt der Pegel dank des Regens langsam wieder an. Wie das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Rhein mitteilte, soll der Pegelstand in Köln am Mittwoch leicht ansteigen. Der Schiffsverkehr bleibt aber noch eingeschränkt.
Welche dramatischen Auswirkungen der niedrige Wasserstand bei einem Einsatz haben kann, wurde am 4. August beim Feuer im Sürther Bootshaus deutlich. Das Gastronomieschiff war wegen des extremen Rhein-Tiefstands bereits seit mehreren Tagen festgesessen. Plötzlich fing die Dachkonstruktion Feuer, ausgelöst vermutlich durch einen technischen Fehler.
Obwohl das Löschboot der Feuerwehr zu dem Vorfall eilte, stand die Besatzung vor einem großen Problem. Die Mission, die Flammen von der Wasserseite aus zu bekämpfen, scheiterte. Aufgrund des geringen Pegels war es dem Schiff unmöglich, sich dem Sürther Bootshaus ausreichend zu nähern. Ein Eingreifen vom Fluss aus konnte somit nicht stattfinden.
Daher waren die Rettungskräfte gezwungen, das Feuer vom Land aus zu bekämpfen. Ein Aufgebot von etwa 100 Einsatzkräften war vor Ort. Ihnen gelang es, den Brand trotz der widrigen Umstände zügig einzudämmen. Glücklicherweise kam keine Person zu Schaden. (red)


