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Seckin CaglarKölner Mordfall nach fast 35 Jahren erneut bei „Aktenzeichen XY“

Auf einem Fahndungsplakat ist ein Portrait von Secklin Caglar mit der Überschrift Mord an der KVB-Haltestelle Poll-Autobahn.

Mit diesem Fahndungsplakat wurde damals nach Hinweisen gesucht. 

Ein fast 35 Jahre alter Mordfall beschäftigt weiter die Kölner Polizei. Jetzt wird „bei Aktenzeichen XY... ungelöst“ ein weiterer Versuch gestartet, den Fall zu knacken. 

Beinahe 35 Jahre nach dem Tod der 16-jährigen Seckin Caglar startet die Kölner Polizei einen neuen Anlauf, um das Verbrechen aufzuklären. Der ungelöste Mordfall wird am 25. Februar 2026 in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY … ungelöst“ behandelt. Die Ermittler setzen ihre Hoffnung auf neue Hinweise aus der Bevölkerung.

Am 16. Oktober 1991 hatte Seckin Caglar gegen 18.40 Uhr ihre Arbeitsstelle in einem Supermarkt an der Siegburger Straße verlassen. Sie war dort erst seit wenigen Tagen angestellt. Laut Polizeiangaben fuhr sie für gewöhnlich mit der Stadtbahnlinie 7 von der Haltestelle „Salmstraße“ bis „Poll-Autobahn“ und ging von dort zu Fuß zur elterlichen Wohnung. An jenem Abend kam sie jedoch nicht zu Hause an.

Die Jugendliche wurde am darauffolgenden Tag leblos in einem Gebüsch nahe der Haltestelle entdeckt. Von einem Tötungsdelikt im Zusammenhang mit einem Sexualverbrechen gehen die Ermittlungsbehörden aus. Bis heute konnte nicht geklärt werden, wo Seckin Caglar auf ihren Mörder traf.

In den vergangenen Jahren gab es zahlreiche Ermittlungsansätze, zu denen auch eine umfangreiche DNA-Reihenuntersuchung mit hunderten Proben zählte. Ein entscheidender Erfolg blieb bisher aus. Der verantwortliche Mordermittler Markus Weber befasst sich seit Monaten wieder intensiv mit dem Fall.

Kölner Mordermittler Markus Weber im „Aktenzeichen XY“-Studio

Am 25. Februar wird Weber im Münchner Studio von „Aktenzeichen XY … ungelöst“ zusammen mit Moderator Rudi Cerne über die bisherigen Erkenntnisse sprechen. Zusätzlich wird der Fall in einem Filmbeitrag nachgestellt. „Wir hoffen auf neue Hinweise, die uns weiterbringen“, sagte Weber der „Kölnischen Rundschau“.

Der Mord an Seckin Caglar ist nicht zum ersten Mal Thema in der Sendung. Bereits am 8. Mai 1992 wurde der Fall in „Aktenzeichen XY … ungelöst“ vorgestellt. Damals setzten die Ermittler ebenfalls auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Für den Mordermittler hat der erneute Auftritt eine besondere Wichtigkeit: Nach ungefähr 35 Dienstjahren bei der Kölner Polizei steht Markus Weber kurz vor dem Ruhestand. Er hofft, vorher noch entscheidende Impulse zur Aufklärung des Verbrechens zu bekommen. Die Polizei bittet mögliche Zeuginnen und Zeugen, sich mit Hinweisen zu melden. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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