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Neue AttraktionEröffnungstermin für Kölner Schaugewächshäuser steht endlich fest

Die neuen Schaugewächshäuser im Botanischen Garten können bald auch von Besuchern und Besucherinnen in Augenschein genommen werden.

Copyright: Alexander Schwaiger

Die neuen Schaugewächshäuser im Botanischen Garten können bald auch von Besuchern und Besucherinnen in Augenschein genommen werden.

Die Flora ist schon grün, die Schaugewächshäuser ausgestattet – jetzt kommen die Menschen: Ab Juni öffnet die Welt der Palmen, Kakteen und Mangos für alle.

Die Zeit des Wartens ist nun vorüber: In der Flora werden die Schaugewächshäuser am Freitag, dem 12. Juni, ihre Pforten öffnen.

Ein Festakt mit Oberbürgermeister Torsten Burmester beginnt um 10 Uhr. Anschließend, ab 12.30 Uhr, sind die Gebäude für das Publikum geöffnet. Und das Beste: Der Eintritt ist frei!

Tropenhitze und Wüstenkühle unter einem Dach

Bis zum großen Tag stehen laut Stadt noch finale technische Aufgaben, die Schulung des Personals, die Säuberung der Anlage und die allerletzten Bepflanzungen auf dem Programm.

Innerhalb der gewaltigen, dreiteiligen Konstruktion aus Stahl und Glas finden sich tropische Gewächse, Palmen, gigantische Farne sowie Nutzpflanzen wie Kaffee, Ananas und Mango. Im separaten Wüstenhaus gedeihen Tausende von Kakteen. Ein besonderes Highlight ist der Pfad in 5,5 Metern Höhe, der durch das insgesamt 17 Meter hohe Tropenhaus führt. Dort können die Gäste direkt zwischen den Palmwedeln flanieren und die Pflanzenwelt aus der Vogelperspektive bewundern.

Blick in das Tropenhaus

Copyright: Uwe Weiser

Blick in das Tropenhaus

Die beeindruckende Anlage ist von außen schon länger ein Hingucker, denn die Mehrheit der circa 7000 Pflanzen wächst dort bereits seit dem Jahr 2023. Allerdings war der Zutritt für die Öffentlichkeit bisher verwehrt. Der Baubeginn für das Projekt war schon 2018, die Feier zum Richtfest folgte 2020. Der anvisierte Eröffnungstermin wurde jedoch mehrfach verlegt, da ständig neue Schwierigkeiten auftraten.

Im Tropenhaus gedeihen auch Nutzpflanzen wie zum Beispiel Ananas.

Copyright: Uwe Weiser

Im Tropenhaus gedeihen auch Nutzpflanzen wie zum Beispiel Ananas.

Zuerst verursachte die Pandemie Engpässe bei Lieferungen, woraufhin zwei der beteiligten Spezialfirmen Konkurs anmeldeten. Im Wüstenhaus gab es ein Problem mit dem künstlichen Wasserlauf, der stetig an Wasser verlor. Untersuchungen zeigten, dass kein Baumangel die Ursache war, sondern der Verlust durch natürliche Evaporation entstand. Zur Regulierung des Klimas war daher der Einbau weiterer Lüftungsklappen notwendig. Die Gebäude waren schon im Frühjahr 2025 formal fertig, aber die Bauabnahmen standen danach noch aus.

Die Stadt teilte mit: „Die technische Prüfung, Inbetriebnahme und der Probebetrieb der hochkomplexen Gebäudeautomation verschoben sich entsprechend nach hinten“. Dies zeigt, wie kompliziert und technisch anspruchsvoll die Nachbildung eines fremden Klimas in einem Gewächshaus ist.

Luftaufnahme der U-förmigen Schaugewächshäuser mit Bepflanzung im Außenbereich

Copyright: Stadt Köln/Matthias Meurer

Die Schaugewächshäuser von oben

Im Bereich der Tropen muss die Temperatur durchgehend zwischen 20 und 25 Grad liegen, bei einer Luftfeuchte von 80 Prozent. Für dieses Gleichgewicht sorgt eine Sprühanlage sowie Fenster mit automatischer Öffnung. Im Gegensatz dazu beträgt die Temperatur im Wüstenbereich nur etwa zwölf Grad, während die Luftfeuchtigkeit hier zwischen 20 und 50 Prozent schwankt.

Ein Foto aus dem Herbst 2023, der Höhenweg ist noch im Bau.

Copyright: Uwe Weiser

Ein Foto aus dem Herbst 2023, der Höhenweg ist noch im Bau.

Der Wunsch nach einer künstlichen Tropen-Oase in Köln existiert schon lange, selbst als die technischen Mittel begrenzt waren. In der 1864 eröffneten Flora war der Zugang zu den ursprünglichen Pflanzenhäusern anfangs nur der Oberschicht gestattet. In den 1950er-Jahren, nach dem Zweiten Weltkrieg, erfolgte ein Wiederaufbau in einem zeitgemäßen Stil.

Im Wüstenhaus wachsen Tausende Kakteen.

Copyright: Uwe Weiser

Im Wüstenhaus wachsen Tausende Kakteen.

Diese Bauten waren jedoch nach Jahrzehnten derart baufällig und nicht mehr sicher, dass ihr Abriss 2016 unumgänglich war. Die Gewächse kamen vorübergehend in andere Häuser zur „Überwinterung“ und zogen später, ergänzt durch neue Exemplare, in den Neubau ein. Marina Tsaliki, die Direktorin des Botanischen Gartens, bestätigt, dass sämtliche Pflanzen den Wechsel gut überstanden haben.

Die Gesamtkosten für die neuen Schaugewächshäuser belaufen sich auf 19,3 Millionen Euro, wie zuletzt mitgeteilt wurde. Tsaliki fügt hinzu: „Wir sind jetzt schon ein Vorzeigeprojekt und haben viele Anfragen von anderen Botanischen Gärten, die sich unsere Häuser anschauen möchten.“ (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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