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Tödliches Virus entdecktVon Spitzmaus übertragen – es gibt keine Behandlungsmöglichkeit

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Copyright: Jan Woitas/dpa

In Mecklenburg-Vorpommern ist eine Erkrankung mit dem gefährlichen Bornavirus nachgewiesen worden. Es kann nach Behördenangaben von Feldspitzmäusen auf den Menschen übertragen werden. (Symbolbild)

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Bornavirus in MV: Erster Mensch infiziert – fast immer tödlich

In Mecklenburg-Vorpommern sorgt ein seltener, aber extrem gefährlicher Krankheitserreger für Aufsehen: das Bornavirus. Eine Person aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim hat sich infiziert, was ein Sprecher der Kreisverwaltung bestätigte. Es ist der erste bekannte Fall in dieser Region.

Eine Erkrankung mit dem Bornavirus verläuft fast immer lebensbedrohlich. Der Grund: Das Virus löst beim Menschen schwere Entzündungen im Gehirn aus. Die Infektion wurde bereits im Mai vom Landesamt für Gesundheit und Soziales bestätigt. Über den genauen Zustand der betroffenen Person gibt es keine Angaben, es heißt lediglich, sie sei am Leben.

Virus wird von Feldspitzmäusen übertragen

Die Weitergabe des Bornavirus geschieht in Ausnahmefällen durch Feldspitzmäuse an Personen. Diese Information ist erst seit 2018 verfügbar. „Das Robert Koch-Institut geht von fünf bis zehn Erkrankungen pro Jahr in Deutschland aus“, so die Auskunft des Kreissprechers. Es gibt jedoch eine positive Mitteilung: Eine Weitergabe zwischen Menschen ist bisher nicht dokumentiert worden. Die Krankheit bei Tieren ist allerdings schon länger als ein Jahrhundert ein Thema.

Bei einer Ansteckung kommt es zu gravierenden neurologischen Folgen. Es treten Verhaltensänderungen auf, ebenso Probleme mit der Sprache und dem Gehen, die sich bis zu einem Koma zuspitzen können. Das Fatale daran: Eine wirksame Therapie existiert bislang nicht. „Der Schutz vor Ansteckung ist das höchste Gebot“, warnt deshalb der Sprecher.

So schützt ihr euch vor dem tödlichen Bornavirus

Feldspitzmäuse, die den Erreger tragen, werden selbst nicht krank, sondern geben das Virus weiter. Die Ausscheidung erfolgt durch Exkremente wie Kot und Urin sowie Speichel. Ein hohes Risiko entsteht bei Berührung mit diesen Substanzen, etwa während der Reinigung von Scheunen, Schuppen, Geflügelställen oder Holzstapeln.

Das Gesundheitsamt gibt daher eine klare Warnung heraus und rät dringend, beim Reinigen solcher Orte Handschuhe und eine FFP2-Maske zu tragen. Generell solltet ihr Kadaver von Mäusen oder anderen Tieren niemals ohne Schutz berühren.

Auch bei der Entsorgung von Tierleichen ist Vorsicht geboten. Man sollte Einweghandschuhe verwenden und Werkzeuge wie eine Schaufel nutzen. Wie viele der Feldspitzmäuse in dem betroffenen Landkreis das Bornavirus in sich tragen, ist derzeit noch unklar. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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