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Rhein-Pegel steigt wiederNach wochenlanger Zwangspause: Kommt die Hitdorfer Fähre jetzt zurück?

Die Rheinfähre St. Michael kann ihre Zwangspause bald beenden. Der Rheinpegel steigt wieder an. Doch die Zukunft der Fähre ist fraglich.

Copyright: Niklas Pinner

Die Rheinfähre St. Michael kann ihre Zwangspause bald beenden. Der Rheinpegel steigt wieder an. Doch die Zukunft der Fähre ist fraglich.

Seit Anfang September ruht die Hitdorfer Fähre wegen des Niedrigwassers im Rhein.

Endlich ein Lichtblick für Pendler am Rhein. Schon nächste Woche könnte die Autofähre zwischen Leverkusen und Köln wieder ablegen. Geprüft wird das am Montag (26. Oktober). Das hat eine Sprecherin der Stadt Leverkusen der Deutschen Presseagentur (dpa) bestätigt.

Seit dem 5. September liegt die Hitdorfer Fähre „St. Michael“ still. Der Grund: Der Rhein führte wochenlang viel zu wenig Wasser. Jetzt hat sich das Blatt gewendet. Der Pegel steigt wieder an – das sorgt für vorsichtigen Optimismus.

Hitdorfer Fähre: Wichtige Verbindung für Pendler und Bauern

Davor lag ein trockener Sommer mit historischem Niedrigwasser hinter der Region. In Köln rutschte der Pegel zwischenzeitlich sogar auf gerade mal 40 Zentimeter ab: Rekordtief.

Und wie sieht es aktuell aus? Rund 86 Zentimeter zeigt der Kölner Pegel am Sonntag (25. Oktober) an. Das geht aus der Website der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes hervor. Nach deren Angaben könnte um 21.00 Uhr sogar die Marke von einem Meter fallen.

Andere Rheinfähren profitieren vom steigenden Wasser schon jetzt. In Bad Honnef und Linz pendeln die Schiffe bereits seit einiger Zeit wieder hin und her. Für Sonntag (25. Oktober) hat auch die Zonser Fähre zwischen Düsseldorf und Dormagen-Zons ihren Neustart angekündigt. Am Montag soll dann die Verbindung von Bonn-Bad Godesberg nach Königswinter folgen.

Für Köln und Leverkusen geht es um viel. Denn zwischen den beiden Städten gibt es nur wenige Möglichkeiten, über den Rhein zu kommen – die Hitdorfer Fähre ist eine davon. Wie gefragt sie ist, zeigen die Zahlen vom vergangenen Jahr: Rund 118.000 Menschen setzten mit der „St. Michael“ über. Obendrauf kamen noch 33.000 Autos.

Doch selbst wenn der Rhein wieder genug Wasser führt: Ob die Fähre langfristig überlebt, steht in den Sternen. Seit 1998 betreibt die städtische Häfen- und Güterverkehr Köln AG (HGK) die Verbindung zusammen mit Leverkusen. Jetzt will die HGK aussteigen. Gibt der Kölner Stadtrat dafür endgültig grünes Licht, stünde Leverkusen allein da. Und nach bisherigem Stand könnte die Stadt den Betrieb dann wohl nicht mehr bezahlen.

Ein kleines Hoffnungszeichen gab es allerdings schon im Sommer. Da trafen sich die Oberbürgermeister Torsten Burmester (Köln) und Stefan Hebbel (Leverkusen). Ihre gemeinsame Botschaft: Beide wollen die Fähre erhalten. (red mit dpa)