Express · Community

Kommentare · 0

Zum Inhalt springen

Erst nur TomatenEine der giftigsten Pflanzen am Kölner Rhein entdeckt

Erst wilde Tomaten, jetzt eine echte Gefahr: Am Rheinufer in Köln wurde jetzt eine hochgiftige Pflanze entdeckt, die auch als Rauschmittel missbraucht wird.

Nach den wild wachsenden Tomaten im Kölner Rheinbett der nächste kuriose Pflanzenfund – diesmal aber mit echtem Gefahrenpotenzial.

In Rodenkirchen wurde die Pflanze mit auffällig stacheligen, grünen Fruchtkapseln entdeckt. Es handelt sich um einen Stechapfel (Datura stramonium). Eine der giftigsten Pflanzen, die in Deutschland wachsen.

Stechapfel am Rhein in Köln entdeckt – sehr gefährlich

Zu erkennen ist der Stechapfel an seinen tief gezackten, dunkelgrünen Blättern, den dunkelvioletten Stängeln und vor allem an den eiförmigen Kapselfrüchten, die mit bis zu 200 spitzen Stacheln besetzt sind. Jede dieser Kapseln enthält bis zu 500 schwarze Samen.

Die Pflanze wird meist 30 bis 120 Zentimeter hoch, sie kommt weltweit vor und tritt gelegentlich als Unkraut in Gärten auf.

Das eigentliche Problem: Alle Pflanzenteile sind giftig, besonders aber Wurzeln und Samen. Der Stechapfel enthält die Tropan-Alkaloide Hyoscyamin und Scopolamin. Schon ab 0,3 Gramm können Vergiftungserscheinungen auftreten – von gesteigerter Erregung über Sinnestäuschungen bis zu Sehstörungen und Atemlähmung. Eine Vergiftung kann unbehandelt tödlich enden.

Der Stechapfel wird – trotz der Gefahr – immer wieder als Rauschmittel missbraucht, vor allem von Jugendlichen, die mit der Pflanze experimentieren.

Dieser extrem giftige Stechapfel wurde in Köln-Rodenkirchen am Rhein entdeckt.

Copyright: privat

Dieser extrem giftige Stechapfel wurde in Köln-Rodenkirchen am Rhein entdeckt.

Geraucht, als Tee getrunken oder die Wurzel gekaut, soll sie einen rauschähnlichen Zustand auslösen. Konsumenten berichten meist von sehr unangenehmen, verstörenden Effekten. Begleitet von hoher Körpertemperatur, Dehydrierung, Angstzuständen und Realitätsverlust. Die Beschwerden setzen etwa fünf bis 60 Minuten nach der Einnahme ein und können bis zu zwei Tage anhalten.

Die Botschaft an alle, die jetzt am Kölner Rheinufer unterwegs sind: anschauen und fotografieren, aber auf keinen Fall anfassen oder gar probieren. Bei Verdacht auf eine Vergiftung ist sofortige intensivmedizinische Behandlung nötig.

Was habt ihr schon im Rhein gefunden? Hier schnell und einfach Infos, Fotos oder Videos hochladen.

Hau raus!

Werde Leserreporter/in

Du hast Fragen zu unserem Leserreporter-Programm?

Hier geht's zu den F.A.Q.