Der neue Wirt kennt sich in der kölschen Gasthausszene bestens aus. Einen Termin für die Wiedereröffnung gibt es noch nicht.
Seit Aschermittwoch dichtJetzt die Wende: Kölner Traditionskneipe öffnet wieder

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Das Traditionslokal Gasthaus Zum Jan auf der Tieboldsgasse in der Kölner Innenstadt (Archivbild)
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Die Kölner Traditionskneipe „Zum Jan“ hat einen neuen Besitzer gefunden und plant eine baldige Wiedereröffnung.
Wie das Gasthaus auf seinem neuen Instagram-Kanal mitteilte, übernimmt der Gastronom Jan Luca Jansen das seit 1975 bestehende Lokal in der Thieboldsgasse nahe dem Neumarkt.
Comeback für Kölner Gasthaus „Zum Jan“
Die Kneipe ist seit Aschermittwoch geschlossen. Der ehemalige Betreiber Sascha Floss-Sistemich hatte im Januar 2026 über Facebook seinen Rückzug mit Ende der Karnevalssession angekündigt, die Gründe waren damals vage geblieben.
Der Reiterkorps „Jan von Werth“, Besitzer der Gaststätte, kündigte eine zügige Nachfolgersuche und Wiedereröffnung an. Mit Jan Luca Jansen übernimmt nun ein Wirt, der bereits Erfahrung mit Traditionskneipen besitzt: 2021 übernahm er mit 18 Jahren das Wirtshaus „Spitz“ und wurde damit zum jüngsten Gastronom Kölns.
Jansen hat mit fünf Jahren in der Kindertanzgruppe der Ehrengarde der Stadt Köln angefangen. Dort hat er zwölf Jahre getanzt und ist dann als aktiver Tänzer zu den Fidelen Sandhasen gewechselt. Deshalb war ihm das „Zum Jan“ bereits gut bekannt. Gleichzeitig war das Reiterkorps auch mehrmals bei ihm im „Spitz“ zu Gast.
In den vergangenen Jahren hatte es im „Zum Jan“ immer wieder Pächterwechsel gegeben, teilweise hielten sich die Betreiber nur wenige Monate. Vor vier Jahren hatte Jansen im Zuge eines Betreiberwechsels zum ersten Mal überlegt, das „Zum Jan“ zu übernehmen, hatte sich dann aber doch dagegen entschieden. In diesem Jahr bewarb er sich vor zwei Monaten als neuer Pächter – mit Erfolg. Anfang Juni erhielt er die Zusage.
Ein genaues Datum für die Wiedereröffnung gibt es bisher nicht, die Aufräum- und Umbauarbeiten durch „Jan von Werth“ laufen aber schon auf Hochtouren.
„Wir schaffen es, alles wieder so herzurichten, dass ihr hier demnächst wieder richtig schön feiern, essen und trinken könnt“, heißt es im Reel auf Instagram, das bis Mittwochnachmittag bereits über 17.000 Mal aufgerufen wurde. Jan Luca Jansen plant im besten Fall mit einer Eröffnung Mitte oder Ende Juli, „allerspätestens zum 1. oder 15. August“. Dann soll die Übernahme mit einem großen Eröffnungsabend gefeiert werden.
„Natürlich ist die Übernahme eines weiteren Lokals eine Herausforderung“, sagt Jansen. Er freue sich aber auf die neue Aufgabe und sehe sich gut gewappnet. „Wir sind ein Familienunternehmen und ich werde gut unterstützt.“ Jansen kommt aus einer Gastronomenfamilie, seine Eltern sind bei ihm angestellt. Nun helfen sie und weitere langjährige Mitarbeitende dabei, die beiden Lokale zusammenzuführen.
Geplant ist laut Jansen eine „Synergie zwischen beiden Läden“, das Spitz und das Jan hängen also zusammen. So orientiert sich beispielsweise das geplante Speisenangebot im „Jan“ weitgehend an der Speisekarte des „Spitz“ und konzentriert sich auf „gutes, kölsches Essen, wie es sich für ein Gasthaus in Köln gehört“. Jansen selbst möchte seine Zeit zwischen den beiden Gaststätten aufteilen: „Wenn ich gerade nicht im ‚Spitz‘ bin, stehe ich im ‚Jan‘.“
