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Sie war die beste Bar DeutschlandsLokal in der Friesenstraße muss schließen

Blick in die „Grid Bar“ in der Kölner Friesenstraße.

Copyright: The Grid Bar

Das Ambiente in der „Grid Bar“ in der Friesenstraße war außergewöhnlich. Nun muss der bisherige Betreiber Ende Juni schließen.

Vor vier Jahren wurde „The Grid Bar“ zur besten Bar Deutschlands gekürt. Jetzt gehen die Lichter an der Friesenstraße aus. Der Eigentümer ist jedoch schon in guten Gesprächen bezüglich einer Nachfolgelösung.

Das Gebäude in der Friesenstraße 62 hat schon eine lange Geschichte. 1954 entstand dort eines der ersten Bordelle der Stadt – das „Café Wolschke“. Später war dort das „XX – Dos Equis“ inklusive dem im Innenhof gelegenen „Lovers Club“ beheimatet.

Seit 2018 findet sich dort eine Bar, die etwas aus der Reihe fällt. In der Straße, in der es seit Jahren abends feucht-fröhlich und lautstark zugeht, versteckt sich seit acht Jahren ein Treffpunkt, der zwischen dem traditionellen Päffgen-Brauhaus und dem quirligen „Heising & Adelmann“ andere Akzente setzt.

„The Grid Bar“ schließt zum 30. Juni – Insolvenzverfahren läuft

„The Grid Bar“ ist seit 2018 das etwas andere Lokal im Partyviertel. Einlass gibt es erst nach Betätigung der Klingel. Hinter dem von Vorhängen eingerahmten Entree erstreckt sich ein Barbereich mit goldener Decke und Theke in Bernsteinoptik. Im dunklen, zumeist rot gehaltenen Ambiente werden ausgefallene Cocktails serviert.

Im hinteren Bereich befindet sich neben einer Premium-Lounge ein exklusiver Innenhof. Zigarrenliebhabern wird hier der größte Gastro-Humidor der Stadt geboten. Im besonders stilvollen Ambiente ist es möglich, der Leidenschaft nachzugehen, ohne Nichtraucher damit zu stören.

2022 wurde die Bar bei der Rolling Pin Convention in Berlin zur „Nummer Eins der 50 besten Bars in Deutschland“ gekürt. Doch Ende Juni ist Schluss.

„Heute fällt es uns nicht leicht, die richtigen Worte zu finden“, teilten die Betreiber ihren Gästen in den sozialen Medien mit. „Diese Bar war unser Zuhause, ein Treffpunkt für besondere Drinks, Zigarren, Gespräche, Freundschaften und unzählige Erinnerungen.“

Barkeeper Marian Krause mixt einen Drink.

Copyright: Christian Festag

Marian Krause hat als preisgekrönter Bartender die „Grid Bar“ zu einer der angesagtesten Adressen gemacht.

Der Eigentümer der Immobilie hat den Pachtvertrag mit Bartender Marian Krause gekündigt, nachdem er finanzielle Unregelmäßigkeiten entdeckt hat und seit längerer Zeit keine Mietzahlungen eingegangen sind. Durch Beschluss des Amtsgerichts Köln (70k IN 114/26) ist ein vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt. Am 30. Juni ist für Krause Schluss.

Der Eingang zur „Grid Bar“ in der Friesenstraße.

Copyright: Christian Festag

Direkt neben dem Brauhaus Päffgen befindet sich in der Friesenstraße die „Grid Bar“.

Doch Immobilienexperte Dr. Martin Küster, der das Gebäude 2007 erworben hat, befindet sich bereits in konkreten Gesprächen mit Nachfolgern. „Nach der Sommerpause wird es dort weitergehen. Allerdings wird die Bar dann unter einem neuen Namen geführt. Und auch das Prinzip, dass die Gäste erst durch Klingeln Einlass bekommen, wird wohl geändert“, sagt er zu EXPRESS.de.

Was sich nicht ändern soll, ist die Tatsache, dass das Lokal eine beliebte Anlaufstelle für die Prinzen-Garde Köln ist. „Die Bar befindet sich in einem Top-Zustand. Da wird schnell wieder Leben ins Gebäude kommen“, ist sich Küster sicher.

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