Weniger Wasser, mehr Probleme: Die KD muss Fahrten streichen, Anlegestellen sperren und ihre Routen anpassen.
Rekord-NiedrigwasserFolgen für Köln: KD muss die Reißleine ziehen
Der Rhein führt in Köln derzeit sehr wenig Wasser. Der Kölner Pegel liegt am Dienstagmittag (4. August) bei 70 Zentimetern. Das hat direkte Folgen für den Schiffsverkehr – auch die Ausflugsschiffe sind betroffen.
Die Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt (KD) meldet Verspätungen, Ausfälle und gesperrte Anlegestellen. Bei mehreren Fahrten müssen Gäste ihre Pläne ändern.
Niedrigwasser in Köln: KD muss mehrere Fahrten streichen
Die KD weist darauf hin, dass einzelne Landebrücken wegen des niedrigen Wasserstands aktuell sehr steil sind. Besonders steil sind nach Angaben der KD auch die Anlegestellen 7 und 8 unterhalb der Hohenzollernbrücke. Mobilitätseingeschränkte Gäste sind dort auf die Mithilfe ihrer Mitreisenden angewiesen.
Auch Fahrräder, Anhänger und E-Bikes müssen die Gäste selbst an Bord bringen und wieder von Bord nehmen. Das Bordpersonal darf beim Ein- und Ausstieg aus versicherungstechnischen Gründen nicht helfen.
Auf den Panoramafahrten durch Köln kann sich die Route abhängig vom Pegelstand und vom Verkehrsaufkommen ändern. Die KD weist auf diese mögliche Anpassung hin.
Noch deutlicher sind die Einschränkungen bei den Linienfahrten. Die aufgeführten Stationen können derzeit nicht oder nur von bestimmten Schiffen angefahren werden, teilt die KD mit.
Siebengebirge:
- Bad Honnef (für alle KD-Schiffe und KD-Partnerreedereien)
- Wesseling (gültig für MS Beethoven)
- Unkel (für alle KD-Schiffe und KD-Partnerreedereien)
Mittelrhein:
- Station Koblenz (aktuell gültig im Rahmen der Nostalgie-Route)
- Station Oberlahnstein (aktuell gültig für alle Schiffe im Rahmen aller KD-Linienfahrten)
- Station Braubach (aktuell gültig im Rahmen der Nostalgie-Route)
- Station Kamp Bornhofen (aktuell gültig für alle Schiffe im Rahmen aller KD-Linienfahrten)
- Station St. Goarshausen (aktuell gültig für alle Schiffe im Rahmen aller KD-Linienfahrten)
- Station Assmannshausen (aktuell gültig für alle Schiffe im Rahmen aller KD-Linienfahrten)
- Station Oberwesel (aktuell gültig für alle Schiffe im Rahmen aller KD-Linienfahrten)
- Station Lorch (aktuell gültig für alle KD‑Schiffe)
Auch Fahrten fallen aus. Dazu gehört die Verbindung um 9.30 Uhr von Köln über Bonn, Königswinter und Linz sowie zurück. Sie fällt laut KD aktuell bis einschließlich 16. August 2026 aus.
Weitere Ausfälle aufgrund von Niedrigwasser:
- 10.30 Uhr Bonn – 12.50 Uhr Linz – 14.15 Uhr Bonn – 16.50 Uhr Linz entfällt am 6. August 2026
- 9 Uhr Koblenz – Rüdesheim – Koblenz, gültig bis aktuell 16. August
- 9.15 Uhr Mainz – St. Goar/St. Goarshausen – Mainz, gültig bis aktuell 16. August
- 10.15 Uhr Boppard – Koblenz – St. Goar/St. Goarshausen – Koblenz – Boppard, gültig bis aktuell 16. August
- 9 Uhr Rüdesheim – St. Goar/St. Goarshausen – Rüdesheim, gültig bis aktuell 16. August
- 14.15 Uhr Rüdesheim – St. Goar/St. Goarshausen – Rüdesheim, gültig bis aktuell 16. August
- 10 Uhr Boppard – St. Goar – Boppard, gültig bis aktuell 16. August
- 13 Uhr Boppard – St. Goar – Boppard, gültig bis aktuell 16. August
- 16 Uhr Boppard – St. Goar – Boppard, gültig bis aktuell 16. August
Die KD kann zudem die Goethe bis auf Weiteres nicht einsetzen. Die MS Asbach wird eingesetzt, zunächst bis einschließlich 23. August 2026.
Weitere Informationen zu den Einschränkungen im Schiffsverkehr der KD gibt es hier.
Die KD bittet ihre Gäste, sich vor der Fahrt über den aktuellen Fahrplan und die Schiffsbewegungen zu informieren. Für die Kölner Panoramafahrten gilt: Die Route kann sich je nach Pegelstand und Verkehrsaufkommen ändern.
Das Niedrigwasser trifft nicht nur Ausflugsschiffe. Auch die Güterschifffahrt ist betroffen: Frachtschiffe können bei niedrigem Wasserstand weniger laden. Dadurch können der Transportaufwand und die Transportkosten steigen. (mt)
