Polit-Zoff um eine Kölner Schule! Die ist jetzt vorerst gerettet.
Polit-Beben in KölnStadtrat kippt Plan für Schule – „nicht alternativlos“

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Das Gebäude der Katholischen Hauptschule am Rhein in der Niederichstraße: Die Stadtverwaltung wollte die Schule auflösen, um Platz für das neue Gymnasium Neustadt-Nord zu schaffen.
Aufatmen an der Katholischen Hauptschule am Rhein! Die drohende Schließung ist vorerst vom Tisch. Der Schulausschuss hat dem umstrittenen Plan der Stadtverwaltung, die Schule zugunsten des Gymnasiums Neustadt-Nord zu schließen, eine klare Absage erteilt.
Die Hauptschule hatte sich energisch gegen das drohende Aus gewehrt. Aber auch das Gymnasium war mit der von der Stadt vorgeschlagenen Aufteilung auf zwei Standorte unzufrieden.
Entscheidung für Gymnasium Neustadt-Nord auf Sommer vertagt
Helge Schlieben (CDU), der Vorsitzende des Schulausschusses, sagte: „Wir sind interfraktionell davon überzeugt, dass die Verwaltung ihr kreatives Potenzial noch nicht ganz ausgeschöpft hat und dieser Plan nicht alternativlos ist.“
Er versprach, dass zum Anmeldeverfahren für die neuen Fünftklässler kommende Woche alle derzeitigen Kölner Schulen, also auch die Hauptschule am Rhein, wählbar sein würden.
Die Politiker und Politikerinnen verschieben damit die langfristige Lösung für das Gymnasium Neustadt-Nord. Die Verwaltung soll bis zum Sommer einen neuen Plan vorlegen, erst dann will man entscheiden. Der Grund für das ganze Durcheinander ist ein geplatzter Deal mit einem Investor, der den ursprünglich geplanten Standort für das Gymnasium hätte bereitstellen sollen.
Baudezernent Markus Greitemann und Schuldezernent Robert Voigtsberger sahen sich gezwungen, ihm im Januar eine Absage zu erteilen, nachdem er laut Stadtverwaltung die Miete erhöht hatte. Der Investor sagte dem „Kölner Stadt-Anzeiger“: „Wir sind offen für weitere Verhandlungen auf der Grundlage einer bereits vereinbarten Miete.“
Verhandlungen mit Investor von Stadt abgebrochen
Nach der geplatzten Verhandlung sah die Lösung der Dezernate vor, das Gymnasium länger am Ubierring und zum Schuljahr 2028/2029 in die Gereonsmühlengasse ziehen zu lassen. Sobald die ersten Schülerinnen und Schüler des neuen Gymnasiums in die Oberstufe eintreten, wäre die Gereonsmühlengasse zu klein. Die Sekundarstufe II sollte deshalb ab 2030 in das Gebäude der Hauptschule am Rhein ausgelagert werden, die dafür auslaufen müsste.

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Robert Voigtsberger (von rechts) und Markus Greitemann mit der damaligen Chefin der Gebäudewirtschaft Petra Rinnenburger bei einer Begehung der Bildungslandschaft Altstadt-Nord (Archivfoto)
Diese Lösung stieß nicht nur bei der Hauptschule auf Ablehnung. Auch die Schulgemeinschaft des Gymnasiums ist unzufrieden, da sie nicht zwischen zwei 1,5 Kilometer voneinander entfernten Standorten pendeln möchte.
Obwohl die Hauptschule derzeit tatsächlich sehr wenige Anmeldungen für die 5. Klasse hat, wird sie dringend gebraucht. Erfahrungsgemäß nimmt sie in den höheren Schuljahren viele Jugendliche auf, die auf anderen Schulformen nicht gut klarkommen. Der Vorsitzende der Schulpflegschaft, Manfred Siemon, sagte: „Die Arbeit, die hier geleistet wird, ist herausragend.“
Politik will keine überstürzte Schulschließung
Für Oliver Seeck, schulpolitischer Sprecher der SPD, fehlt eine Alternative in dem Viertel für Kinder ohne Gymnasialempfehlung, würde die Hauptschule so schnell schließen. Bärbel Hölzing-Claßen, schulpolitische Sprecherin der Grünen, sagte: „Eine gut funktionierende Hauptschule aus Raumnot eines Gymnasiums zu schließen, und auch noch die perfekt funktionierende Kooperation in der Bildungslandschaft Altstadt-Nord kaputtzumachen, ist für uns zu sehr übers Knie gebrochen.“
Eine Mehrheit aus allen Fraktionen außer der AfD will deshalb beschließen, die Hauptschule erst einmal weiterlaufen zu lassen und das Gymnasium möglichst lange im Interim am Ubierring zu belassen. Die Stadtverwaltung soll nun prüfen, ob das Gymnasium nicht doch komplett in der Gereonsmühlengasse bleiben kann, möglicherweise ergänzt durch nahegelegene angemietete Räume (red).
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