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Leichte Mädchen, Stripperinnen Eine Nacht im Pascha: Früher war mehr Silikon

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Im siebten Stock warten die „Damen“ auf Kundschaft. 

Köln – Die Stadt, die niemals schläft - so besang Frank Sinatra einst New York. Und Köln? Wo wird malocht, gefeiert, Geld verdient -während andere im Bett liegen und schlafen und träumen?

Wo ist die Nachtschicht der Alltag? Wie leben die „nachtaktiven“ Kölner und wie kommen sie damit klar? Dies alles beleuchten wir täglich in unserer großen EXPRESS-Serie.

24 Stunden offen

Heute berichten wir über die Frauen, die „Frauen“  und  die Männer, die im Laufhaus „Pascha“ arbeiten. 24 Stunden am Tag und in der Nacht gehen die Freier ein und aus, bieten die Damen aus der ganzen Welt ihre Liebesdienste an.

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Die Mädels vom Tabledance wissen, wie man Männer scharf macht. 

Seit 1996 ist das „größte Bordell Europas“ die Adresse Nummer 1 für Kölner und Touristen, die auf der Suche sind nach Sex. Was dort in der Nacht ab- und wie es dort zugeht, erfahren Sie in unserem letzten Teil der EXPRESS-Serie.

Tag endet, Pascha erwacht

Dienstagnacht, gegen 21.30 Uhr: Langsam schieben sich Taxis auf der Hornstraße durch den Nieselregen. Männer steigen aus. Einige lächeln vorfreudig, andere eilen möglichst zügig durch die Schiebetür. Drinnen ist es wärmer.

Aber richtig heiß wird es erst später. Wenn der Tag endet, beginnt im Pascha erst langsam das Leben. EXPRESS war eine Nacht in Kölns großem Laufhaus.

70 bis 100 Frauen

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Leonarda und Yvonne bereiten sich für ihren Einsatz vor. 

„Was in den Zimmern passiert, bleibt auch in den Zimmern“, sagt Pascha-Chef Armin Lobscheid (61).  70 bis 100 Frauen, die laut Lobscheid „aus Europa, Thailand, Afrika  - überall her“ kommen, arbeiten hier täglich in dem 24 Stunden geöffneten Puff.

Wobei „Puff“ eigentlich nicht zutreffend ist. „Das mit dem Laufhaus ist ganz wörtlich zu nehmen, die Kunden laufen durch und sitzen nicht herum wie in einem Saunaclub.“  

Die Frauen arbeiten selbstständig, beginnen und beenden ihre Arbeit, wann sie es gerne möchten und legen auch selbst die Preise fest. Eigentlich herrscht laut Gesetz seit dem 1. Juli Kondompflicht in der Prostitution.

Verstöße dagegen werden mit Bußgeldern  bis zu 50.000 Euro geahndet. Doch wer will kontrollieren, ob das eingehalten wird?

Brings und Stripperinnen

Unten im Tabledance-Bereich spielt diese Fragen keine Rolle. Hier wird nur geguckt, nicht angefasst. Es erklingt gerade „Ne Kölsche Jung“ von Brings, die Mädels rekeln sich, was das Zeug hält und heizen dem männlichen Publikum ein. 

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Die Köche André und Roberto bereiten das Personal-Essen zu. 

„Die Gäste sollen sich Appetit holen. Gegessen aber wird im Laufhaus“, lacht Lobscheid. Hat sich das Geschäft verändert? „Früher hatten die Mädels fast alle Silikonbrüste. Heute nicht mehr. Aber wenn, dann sind auch noch Mund und Hintern gemacht.“ 

Srecko Acimovic (48) beobachtet mit strengem Blick, ob die Mädels auch so tanzen, wie es einstudiert war. Er ist der Pascha-Choreograph. „Aber die Mädels können auch zu mir kommen, wenn sie  jemanden zum Reden brauchen.“

Maispoularde und Serrano

Im zehnten Stock bereiten André und Roberto  das Personal-Essen für die Nacht vor. Heute gibt es Maispoularde und Serranoschinken. „Die eine Dame frühstückt hier um 22 Uhr nachts, die andere isst um 3 Uhr morgens zu Mittag. Da sind wir flexibel.“ 

Unterdessen ist die Stimmung im Tabledance auf dem Siedepunkt. Immer mehr Männer wünschen einen „Private Dance“, also einen Strip exklusiv für einen Gast. Doch: Ohne Anfassen, das geht nur im Laufhaus.  

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(exfo)

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