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Kein Bock auf Kölsche Dreck-Deppen„1000 Euro Strafe oder zwei Monate Knast!“

Um ein kleines Zelt, das auf dem Grün an einem Waldstück steht, liegt Müll.

Copyright: Leserreporter Günter B.

Zeltende haben das Waldstück an der Inneren Kanalstraße vermüllt.

Köln vermüllt und es wird nicht besser. Die ganze Stadt leide darunter, sagt Torsten K. aus Porz. Nicht nur er berichtet von schlimmen Zuständen in den Veedeln. 

„Wer macht denn so was?“, fragt Leserin Birgitta K. fassungslos beim Anblick einer Müllecke an der Dasselstraße/Eingang Südbahnhof. Die Antwort: offenbar viele. 

Wilde Müllkippen, vollgemüllte Grünflächen, überquellende Mülleimer: Was einige Kölnerinnen und Kölner zur Weißglut bringt, ist anderen egal. Immer wieder schicken EXPRESS.de-Leserreporterinnen und -reporter schockierende Fotos und beklagen den Zustand in ihrer Stadt. 

Wilder Müll in Köln: Kaum war die AWB da, liegt der nächste Haufen

„Ganz Köln leidet darunter“, erklärt Torsten K. Bei ihnen in Porz-Finkenberg gäbe es gleich mehrere Hotspots, an denen wöchentlich der Müll abgelegt wird. Quasi permanent als wilde Kippe. „Besonders betroffen sind die Bereiche Amsterdamer Straße, Konrad Adenauer Straße, Theodor Heuss Straße“, zählt der Kölner auf. „Sobald die AWB den Müll beseitigt hat, entsteht der nächste Haufen.“ 

Heinz D. aus Humboldt kann ein ähnliches Lied singen: „Jeden Tag wird an den Containern in der Kanneböckerstraße Müll hingestellt, sogar Elektrosachen wie Kühlschränke, Küchenherd, Fernseher. Wir ärgern uns jedesmal: die AWB kommt vorbei, macht Müll weg und einen Tag später ist schon wieder alles vollgemüllt.“

„Müll, Sperrmüll, Essensreste findet man in Humboldt an jeder Ecke“, schildert Thomas R. „Mittlerweile haben wir hier eine Mäuse- und Rattenplage. Die Tiere laufen am helllichten Tag über die Straße.“

Eine Leserin aus Weiden berichtet, dass an der Ostlandstraße seit circa fünf Jahren eine Müllkippe entstanden ist. Sie beschreibt die gleiche Situation: Sie meldet den wilden Müll, der wird abgeholt, kurz darauf liegt dort wieder Müll. 

Kölner fordert drastische Strafen – bis hin zu Knast

„Und wenn die jemanden erwischen, der illegal Müll entsorgt, bekommt er nur eine lächerliche Geldstrafe“, ärgert sich ein Leserreporter. Michael K. fordert drastische Strafen: „Jeder, der bei einer solchen Müllentsorgung erwischt wird, müsste 1000 Euro Strafe zahlen oder ersatzweise zwei Monate in den Knast!“ Er wendet sich auch an „die Ferkel, die die ätzende Flüssigkeit abgestellt haben“, zwei Fässer mit Chemikalien, die in Humboldt-Gremberg einfach an die Straße gestellt worden waren. „Habt ihr schon mal daran gedacht, was passiert, wenn Kinder damit in Berührung kommen?“, so Michael K. wütend.

Günter B. meldet eine Vermüllung im Waldstück an der Inneren Kanalstraße. Rund um ein kleines Zelt sieht es schlimm aus. Dort fliegen dreckiges Geschirr, Pizzakartons, Getränkedosen, ein Schuh, Plastiktüten und weiterer Müll herum. „Zeltende verwandeln das Grün seit Wochen in einen großen Müllhaufen“, so Günter B. „Früher traf man dort Füchse – das hat mir deutlich besser gefallen.“

Auf einem Altkleidercontainer liegen Mülltüten, vor einem Glascontainer stapelt sich Müll.

Copyright: Leserreporter Heinz D.

Die Situation an den Containern in der Kenneböckerstraße: Dort würden laut Leser Heinz D.sogar Elektrosachen entsorgt.

Zumindest die neuen Müll-Giganten der AWB, die jetzt vorgestellt wurden, kommen gut an. „Ich habe die großen Papierkörbe gestern das erste mal auf den Ringen gesehen. Ich finde es klasse das man sich Gedanken macht, um das Müll Problem zu lösen“, lobt ein EXPRESS.de-Leserreporter.

Leser Stephan C. sieht darin zumindest einen Anfang „im langsamen Köln“. „In anderen Länder hat man das ganze Müllkonzept schon lange deutlich günstiger und effektiver“, erklärt er und verweist als Beispiel auf Mallorca.

Auf der spanischen Urlaubsinsel wird seit Mai 2026 auf ein neues System gesetzt, bei dem Restmüll, Bioabfälle sowie Wertstoffe an bestimmten Tagen direkt vor den Häusern abgeholt werden. Die meisten öffentlichen Müllcontainer wurden entfernt. Aktuelle Pressebericht zeigen allerdings, das dies auch nicht ohne Probleme läuft. Es gibt teilweise Beschwerden über Geruchsbelästigung sowie die zunehmende Ausbreitung von Kakalaken und Ratten. (iri)

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