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Müll-Ferkel erwischtVerstörende Ausrede – Kölner mit drastischer Forderung

Eine wilde Müllkippe in Humboldt-Gremberg

Copyright: Leserfoto

Eine wilde Müllkippe in Humboldt-Gremberg

Immer wieder sorgen wilde Müllkippen in Köln für Ärger. Ein Anwohner fordert nun Videoüberwachung.

Sofa, Fernseher, Schrank, halber Hausrat – mitten im Veedel. Seit einer Woche türmt sich an der Westerwaldstraße in Köln-Humboldt-Gremberg ein Müllberg, der EXPRESS.de-Leser Kai den Kragen platzen lässt.

Er hat die Müllsünder sogar live erwischt – und bekam eine Antwort, die ihn fassungslos macht.

Dauerthema in Köln: Wilde Müllkippen

„Hier schmeißen immer wieder Anwohner ihren halben Hausrat auf die Straße“, ärgert sich Kai. Er habe die Verursacher sogar schon einmal live gesehen und direkt angesprochen. Die verstörende Antwort, die er bekam: „Egal, alle machen das so.“

Seine Forderung: „Warum werden an diesen Müll-Hotspots keine Kameras installiert? Das müsste doch oberste Priorität bei der klammen Stadt haben. Hier gibt's ordentlich Bußgelder einzutreiben.“

Die Westerwaldstraße sei dabei kein Einzelfall. In Humboldt-Gremberg gebe es mehrere bekannte Müll-Hotspots.

An den Standorten Emser Straße, Ecke An der Pulvermühle, Gremberger Straße, Ecke Burgenlandstraße, am Wochenmarktplatz in Höhe der Aral-Tankstelle stehen offizielle Glas- und Altkleidercontainer. Daneben würde sich der Müll regelmäßig türmen.

Zwei Fässer mit Chemikalien stehen in Humboldt‑Gremberg einfach an der Straße.

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Zwei Fässer mit Chemikalien stehen in Humboldt‑Gremberg einfach an der Straße.

Auch die Freiflächen an der Westerwaldstraße, Ecke Usinger Straße und unter der Zugbrücke An der Pulvermühle seien beliebte Orte, an denen sich Sperrmüll und Unrat illegal stapeln. „Dort wurden in der vergangenen Woche sogar Chemikalien abgestellt“, berichtet Kai. „Wer macht so etwas?“, fragt sich der Anwohner. Auch hier wären Kameras sinnvoll.

Auf EXPRESS.de-Nachfrage erklärten die Kölner Abfallwirtschaftsbetriebe (AWB) dazu bereits im April 2025: „Der Einsatz von Kameras im öffentlichen Raum ist in NRW nur unter sehr eng definierten datenschutzrechtlichen Bedingungen beispielsweise als hoheitliche Aufgabe zur Gefahrenabwehr erlaubt.“

Sprich: Ganz einfach eine Kamera an einen Müll-Hotspot hängen, das geht in Köln bislang nicht.

Auch eine Sprecherin der Stadt bestätigt: „Es gibt in Köln aus Datenschutzgründen keine Videoüberwachung von Mülltonnen oder -containern.“

Videoüberwachung gibt es in Gelsenkirchen

Anders sieht das in Gelsenkirchen aus. Dort setzt die Stadt bereits auf Videoüberwachung gegen illegale Müllablagerungen an sogenannten Depotcontainer-Standorten.

Ein mobiler, rund sechs Meter hoher Überwachungsturm mit Video-, Radar- und Infrarottechnik kommt dort zum Einsatz – nicht flächendeckend, sondern als Pilotprojekt.

„Die Videoüberwachung wird zur Gefahrenabwehr eingesetzt, um den engen Regelungen des Datenschutzgesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen gerecht zu werden“, erklärt ein Sprecher der Stadt Gelsenkirchen gegenüber WDR.

Wichtig dabei: Gesichter und Autokennzeichen werden verpixelt übermittelt. Erst bei einer besonderen Gefahr werden sie entpixelt.

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