Das Kölner Müllproblem nervt weiter. Leserreporter Lars F. hat jetzt einen neuen „Berg“ entdeckt.
Müll-Chaos in KölnLeserreporter entdeckt den „Mount Mülheim“

Copyright: Leserreporter Lars F.
Lars F. hat den „Mount Mülheim“ in der Tiefentalstraße fotografiert.
Überquellende Abfalleimer, wilde Müllkippen, vollgemüllte Grünflächen: Köln und sein Müllproblem – und es wird offensichtlich nicht besser.
Leserreporter Lars F. hat jetzt ein besonders übles Müllberg-Exemplar entdeckt. Den „Mount Mülheim“ in der Tiefentalstraße, wie er ihn nennt.
Müll-Chaos in Köln ärgert viele
„Neben dem Kalkberg der Zweithöchste auf der Schäl Sick“, schreibt er an EXPRESS.de.
Jürgen C. sieht das gleiche Problem in vielen anderen Veedeln. Auf der Neuen Kempener Straße nervt ihn wilder Müll neben Altglascontainern.
„Seit mehreren Monaten stehen zwei große Container mit jeglichem Müll parallel zum Bahndamm im Bereich Wasserwerkstr./Heideweg/Thuleweg“, schildert hingegen Leserreporter Theo H. An beiden Containern befänden sich Aufforderungen der Stadt Köln vom April 2026. Theo H.: „Es wird immer mehr Müll dort abgelegt, zum Teil auch schon angezündet.“ Und das in unmittelbarer Umgebung zum Wasserschutzgebiet.
„Es dürften mehrere Tonnen an Müll sein, die sich mittlerweile in der Umgebung verteilt haben. Auch Lkw Fahrer, die dort im Lkw übernachten, kochen ihr Essen und verrichten dort ihre Notdurft. Es ist durchaus möglich, dass sich im Müll eventuell umweltgefährdende Stoffe befinden. Es ist mir unerklärlich, warum seit Monaten nichts geschieht, denn täglich kommt neuer Müll dazu!“, beklagt der Kölner.

Copyright: Leserreporter Theo H.
Einer der beiden Container, die laut Leserreporter Theo H. seit mehreren Monaten mit jeglichem Müll parallel zum Bahndamm im Bereich Wasserwerkstr./Heideweg/Thuleweg stehen.
Heinz G. berichtet von einem überquellenden Müllcontainer an der Südbrücke, drumherum auf dem Boden zahlreiche Flaschen und Plastiktüten. „Sieht wieder aus wie Sau“, schreibt er.
Müll und Abfälle achtlos in der Natur zurückgelassen
Patrick van den Berg von der Kölner Stadtgesellschaft (KSG) fordert mehr Konsequenz gegen illegale Müllablagerungen in Dellbrück. „Ein morgendlicher Rundgang rund um das Naherholungs- und Naturschutzgebiet Höhenfelder See zeigt erneut ein trauriges Bild: Müll und Abfälle werden achtlos in der Natur zurückgelassen. Was eigentlich ein Ort für Erholung, Natur und Lebensqualität sein sollte, wird dadurch zunehmend belastet“, schildert er.
Bevor wieder jemand mit der angespannten Haushaltslage komme, erklärt der Bezirksvertreter: „Leere Kassen rechtfertigen keine dreckige Stadt.“ Köln könne nicht einerseits von Lebensqualität, Nachhaltigkeit und Klimaschutz sprechen und andererseits dabei zusehen, wie Grünflächen, Wälder und Naturräume zunehmend vermüllen.
„Wer seinen Abfall mitten in der Natur entsorgt, muss wissen, dass dieses Verhalten nicht folgenlos bleiben darf. Köln ist keine kostenlose Müllkippe für rücksichtsloses Verhalten“, so van den Berg. Er schlägt deshalb ein konsequenteres Vorgehen vor, unter anderem mit einer Task-Force gegen illegale Müllablagerungen, mehr Mülldetektiven und verstärkten Kontrollen an bekannten Müll-Hotspots. (iri)
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