Köln und der Abfall in der Stadt – ein Dauerthema. Jetzt gehen die Kölner Abfallwirtschaftsbetriebe (AWB) neue Wege. Und das ist nicht zu übersehen.
„Papierkorbgarage“AWB stellt in Köln 100 Müll-Giganten auf

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Einer der sogenannten „Papierkorbgaragen“ auf der Breite Straße – die Behälter sind 1,50 Meter hoch.

Neuartige Abfalleimer sollen die Situation in der Innenstadt entspannen. Die Modelle zeichnen sich durch ihre schiere Größe aus. Offiziell vorgestellt werden sie am Mittwoch (9. September) bei einem Pressetermin mit Oberbürgermeister Torsten Burmester und AWB-Geschäftsführer Thomas Thalau.
Zu sehen sind sie aber schon jetzt, etwa auf der Breite Straße, wo allein zwischen der NevenDuMont-Straße und der Nord-Süd-Fahrt vier aufgestellt worden sind.
Behälter haben 240 Liter Fassungsvermögen
Die Dimensionen der „Müll-Giganten“: Die Abfallbehälter haben ein Fassungsvermögen von 240 Litern (dreimal mehr als die herkömmlichen Modelle), das robuste Gehäuse ist bei einer Kantenlänge von knapp 80 Zentimetern 1,50 Meter hoch. Zum Vergleich: Helene Fischer misst 1,58 Meter.
Zum Hintergrund der Einführung der neuen Modelle: Der Rat der Stadt hatte mit dem „Masterplan Stadtsauberkeit“ im Jahr 2024 unter anderem auch den Auftrag an die Verwaltung gegeben, das bestehende Papierkorbkonzept zu überarbeiten und künftig innovativere und bedarfsorientierte Modelle aufzustellen.
Eine weitere Besonderheit ist die Bezeichnung des Modells: Die AWB nennt die auffälligen Mülleimer „Papierkorbgaragen“. Über ihre Vorzüge sagt AWB-Sprecherin Cordula Beckmann: „Die vier großen Öffnungen erlauben auch den Einwurf von Gegenständen wie beispielsweise Pizzakartons, ein wesentliches Kriterium für diesen Papierkorbtyp. Zur Leerung wird der Behälter aus dem Gehäuse gezogen und anschließend in ein Abfallsammelfahrzeug entleert. Das Verfahren ist ergonomisch und bietet den Mitarbeitenden einen deutlich höheren Bedienkomfort.“
Dass der Behälter aus dem Gehäuse gezogen werden kann, ist auch der Grund für die Namensgebung „Papierkorbgaragen“.
In den kommenden Tagen werden nun 100 der jeweils 155 Kilogramm schweren „Papierkorbgaragen“ an stark frequentierten Standorten in der Kölner Innenstadt, zum Beispiel am Neumarkt, aufgestellt.
Darum wurde der „Abfallhai“ in Köln wieder abgeschafft
Ein anderes in Köln erprobtes Papierkorbmodell ist dagegen Geschichte. Der sogenannte „Abfallhai“, in denen der Müll bereits im Behälter gepresst wurde und der seine Energie aus einer Solaranlage auf dem Deckel bezog, ist aus dem Stadtbild verschwunden.

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Der „Abfallhai“ wurde in Köln wieder aussortiert – er war zu störanfällig.
Das aufsehenerregende Hightech-Modell mit prägnantem Look galt zwar als innovativ, erfüllte aber die Erwartungen nicht. Laut AWB-Sprecherin Cordula Beckmann war etwa die Solartechnik zu störanfällig. Zudem war der „Solar-Presshai“ wegen eines Stückpreises von 88.000 Euro auf der sogenannten Verschwendungsliste des Bundes der Steuerzahler gelandet.
Jetzt wird mit den „Papierkorbgaragen“ ein neues Kapitel in der abwechslungsreichen Geschichte Kölner Abfalleimer aufgeschlagen.
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