Rekord-Monat in der Lanxess-Arena: 29 Events in 31 Tagen stehen auf dem Programm. Das gab es noch nie und wird eine riesige Herausforderung.
29 Veranstaltungen an 31 TagenKölner Arena vor historischem Event-Marathon

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Die Lanxess-Arena muss zwischen den Spielen der Kölner Haie immer wieder für Rock- und Popkonzerte umgebaut werden.
29 Events in 31 Tagen! So einen vollen Plan gab es in der Kölner Arena in 28 Jahren noch nie. Das Team steht vor einer gigantischen Aufgabe.
Der kommende Oktober wird für die Lanxess-Arena historisch. Der Veranstaltungsplan ist mit 29 Events an 31 Tagen so prall gefüllt wie nie zuvor. Eine solche Auslastung hat die Halle seit ihrem Bestehen vor 28 Jahren nicht erlebt. Rechnet man den Auftritt der Gruppe Placebo am 2. November hinzu, ergibt sich sogar eine Serie von 31 Veranstaltungen innerhalb von 32 Tagen.
Stress pur in der Lanxess-Arena: Apache 207 sorgt für Kopfzerbrechen
Das Line-up ist ein echtes Highlight der anstehenden Konzertsaison. Stars wie Bryan Adams (3. Oktober) und Matthias Reim (4. Oktober) sind dabei. Gleich zweimal tritt Apache 207 auf (5. und 6. Oktober), gefolgt von Duran Duran (8. Oktober). Weiter geht es mit Marteria (14. Oktober), J. Cole (15. Oktober) und einem Doppelkonzert von Kasalla, die mit einer riesigen Show ihr 15. Bandjubiläum feiern (16. und 17. Oktober).
Auch Dardan (19. Oktober), Alexander Marcus (30. Oktober) sowie Nico Santos (31. Oktober) sind am Start. Hinzu kommen drei Termine der 1Live-Köln-Comedy-Nacht XXL und die Partien der Kölner Haie. Für deren Heimspiele muss die Location jedes Mal von einer Konzerthalle in ein Eisstadion verwandelt werden.
Einem Sprecher der Arena zufolge wird es in zwei Zeiträumen besonders brenzlig. Vom 2. bis zum 11. Oktober stehen zehn Veranstaltungen ohne Pause an, darunter vier Partien des KEC. Vom 13. Oktober bis zum 2. November folgen dann sogar 21 Events hintereinander, erneut mit vier Heimspielen der Haie und den zwei Kasalla-Auftritten.
Zwei Situationen werden intern bereits als extrem herausfordernd eingestuft. Der Umbau nach Apache 207 für das Spiel der Kölner Haie im Zeitraum vom 4. bis zum 7. Oktober ist eine davon. Die gewaltige Produktion samt des berühmten XXL-Bühnenjets aus den sozialen Netzwerken muss in einer einzigen Nacht verschwinden. Ähnlich knifflig ist der Wechsel nach den Kasalla-Shows zum nächsten Eishockey-Match im Zeitraum vom 16. bis zum 18. Oktober, was ebenfalls einen nächtlichen Komplettumbau erfordert.
Dass solche Blitz-Verwandlungen gelingen, ist für die Mannschaft der Arena aber keine Premiere. Die Halle hat schon früher mehrfach zwei Events an nur einem Tag gemeistert. So gab es 2020 nach einem KEC-Match ein Public Viewing des Super Bowl.
Für das nächste Jahr ist eine Polizeivereidigung am gleichen Tag wie ein Haie-Heimspiel geplant. Die beliebten Familien- und Kindershows „Lachende Pänzarena“ und „Lachende Kölnarena“ finden ohnehin traditionell direkt nacheinander statt. Die eigentliche Neuheit im Oktober ist also nicht der schnelle Umbau an sich. Es ist die enorme Dauer und Frequenz, mit der das Team diesen Rhythmus wochenlang aufrechterhalten muss.
Die Belastung durch diesen Dauereinsatz ist natürlich enorm hoch. Dennoch gibt es laut Arena keinen Grund zur Beunruhigung, dass etwas fehlschlagen könnte. „die Umbauteams kennen solche Situationen bestens“, erklärt der Sprecher. Falls es überhaupt zu Verspätungen komme, dann meist bei externen Produktionen. Diese geraten manchmal etwa eine oder zwei Stunden ins Hintertreffen und müssen dann zum Beispiel den Soundcheck abkürzen. Die Zeitplanung der Arena sei davon unberührt. Bisher habe schlussendlich immer alles geklappt.
Arena-Chef Stefan Löcher erklärt den Erfolg mit dem perfekten Zusammenspiel: „Dass wir eine solche Taktung realisieren können, ist das Ergebnis der hervorragenden Zusammenarbeit unseres gesamten Arena-Teams und aller Gewerke sowie eines über viele Jahre gewachsenen Netzwerks aus Veranstaltern, Partnern und Künstlern“, so Löcher über den anstehenden Rekordmonat. Dieses Vertrauen mache eine Buchungsdichte möglich, die außergewöhnlich sei, aber zugleich eine gewaltige Challenge darstelle. „Umso mehr verdient das gesamte Team schon jetzt größten Respekt für seinen Einsatz.“ (red)

