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Aufatmen in RodenkirchenKult-Lokal feiert schon bald großes Comeback

Das Traditions-Lokal „Treppchen“ in Rodenkirchen.

Copyright: Laura Klemens

Das Traditions-Lokal „Treppchen“ am Rhein in Rodenkirchen wird wieder aufmachen.

Riesen-Aufatmen in Rodenkirchen! Das beliebte Traditions-Lokal „Treppchen“ am Rhein steht kurz vor der Wiedereröffnung.

Endlich gute Nachrichten vom Rhein! Nach einer gefühlten Ewigkeit ohne sein „Treppchen“ darf Rodenkirchen wieder hoffen. Das beliebte Lokal steht kurz vor der Wiedereröffnung.

Die Zukunft des geschichtsträchtigen „Zum Treppchen“ am Rheinufer in Rodenkirchen war lange ungewiss. Etwa zwei Jahre stand das für seine Top-Lage und den riesigen Außenbereich geschätzte Restaurant leer. In der Zwischenzeit wurde die Immobilie veräußert und ein neuer Pächter gesucht. Nun die erlösende Nachricht für alle Fans des Gasthauses: Eine neue Betreiberfamilie ist gefunden. Laut einer offiziellen Erklärung plant sie, „das traditionsreiche Lokal im Oktober wieder öffnen“.

In dem Statement heißt es: „Hier soll ein Haus zurückkehren, das für viele Menschen in Rodenkirchen seit Jahrzehnten zu ihrem Veedel gehört“. Einen genauen Termin für die Eröffnung verrät die neue Führungsmannschaft aber noch nicht. Man wolle die Pforten erst dann aufstoßen, wenn Gebäude, Küchenteam und Servicepersonal vollständig einsatzbereit sind.

Neue Chefs für das „Treppchen“: Das ist die Familie hinter dem Comeback

„Wir wissen, wie viele Erinnerungen mit dem ‚Treppchen‘ verbunden sind und wie groß die Neugier in Rodenkirchen ist. Genau deshalb wollen wir nichts übers Knie brechen“, äußert sich Geschäftsführer Malte Wienbreyer. Das Ziel sei nicht, das Lokal einfach nur wieder zu öffnen. Man möchte ihm vielmehr „mit Sorgfalt, Respekt und ganz viel Freude neues Leben geben“.

Verantwortlich für die Wiederbelebung ist ein Familienunternehmen: die Eigelstein GmbH, geleitet von Geschäftsführer Malte Wienbreyer. Die Leitung des Betriebs direkt in Rodenkirchen wird sein Sohn Leif übernehmen. Hilfe erhält das Duo von ihrer Familie, von Freunden sowie einer routinierten Mannschaft.

Gastro-Profis mit Kölsch-Mission in Düsseldorf

Malte Wienbreyer kann auf über 20 Jahre Erfahrung im Gastgewerbe zurückblicken. Im Jahr 2005 startete er im Medienhafen von Düsseldorf das „Eigelstein“. Das war damals eine kleine Sensation, quasi ein rheinischer Kultur-Clash: Mitten in der Hochburg des Altbiers servierte er Kölsch. Sein Lokal erlangte als „gallisches Dorf“ Berühmtheit, war aber von Beginn an mehr als nur eine Schänke. Es mauserte sich zu einem Restaurant mit zeitgemäßer Brauhauskost und ist seit über zwei Jahrzehnten ein fester Bestandteil der Gastroszene in Düsseldorf.

Das Treppchen in Rodenkirchen: Auf dem Briefkasten steht schon die neue Betreiberin.

Copyright: Laura Klemens

Das „Treppchen“ in Rodenkirchen: Auf dem Briefkasten steht schon die neue Betreiberin.

Jetzt kehrt Wienbreyer also nach Köln zurück. Seine Bindung an die Domstadt hat auch familiäre Wurzeln: Sein Vater, Karl Heinz Wienbreyer, agierte als Geschäftsführer für die damalige Kölnarena Management GmbH. Er war somit ein Akteur in der Anfangsphase der Arena, welche 1998 ihre Pforten als Kölnarena öffnete. Die Familie hatte ihren Wohnsitz sogar direkt in Rodenkirchen.

Große Pläne: Startet die berühmte Terrasse noch im Herbst?

Die Pressemeldung besagt, dass die neuen Pächter die Wiedereröffnung vom „Zum Treppchen“ für Oktober anvisieren. Ein exaktes Datum steht allerdings noch aus, weil die Renovierungsarbeiten am Gebäude andauern. Unklar ist dabei, ob das komplette Restaurant gemeint ist oder vorerst nur die bekannte Außenterrasse.

Bei einer Besichtigung am 12. September äußerte eine Mitarbeiterin des neuen Teams, dass man die Terrasse nach Möglichkeit noch im laufenden Herbst zugänglich machen möchte. Sollte die Witterung passen und die Nachfrage der Gäste bestehen, wäre ein Betrieb sogar über den Herbst hinaus denkbar. Wärmestrahler könnten hierbei unterstützen.

Die Terrasse der Gaststätte Treppchen in Rodenkirchen in Köln.

Copyright: Laura Klemens

Die Terrasse der Gaststätte „Treppchen“ in Rodenkirchen in Köln steht aller Voraussicht nach kurz vor der Eröffnung.

Im Inneren des Gebäudes sei hingegen noch einiges zu erledigen. Es ist deshalb unsicher, ob der Gastraum selbst noch in diesem Jahr für Besucher öffnen kann. Einen verbindlichen Zeitplan möchte die Betreiberfamilie erst bekannt geben, sobald die aktuellen Arbeiten einen fortgeschritteneren Stand erreicht haben.

Mehr als nur ein Gasthaus: Ein neuer Treffpunkt fürs Veedel

Die neuen Pächter stellen ein Restaurant mit einem klaren rheinischen Konzept in Aussicht. Der Fokus soll auf Gastfreundschaft, hochwertiger Kulinarik und der Schaffung eines Ortes liegen, der Menschen aus Rodenkirchen und der Umgebung zusammenbringt – gerne auch ganz ungezwungen für ein Kölsch.

Leif Wienbreyer macht deutlich, dass das „Treppchen“ stets mehr als nur ein gastronomischer Betrieb war; es war ein sozialer Mittelpunkt, ein Teil der Nachbarschaft und ein Symbol für Rodenkirchen. An diese Tradition möchte die Familie anknüpfen, jedoch ohne die Historie einfach zu imitieren. Stattdessen soll die Seele des Ortes bewahrt und durch frische Konzepte in die Zukunft getragen werden.

Bis es so weit ist, liegt noch viel Arbeit vor ihnen. Familie, Freunde und das Personal packen aktuell bei den Vorbereitungen mit an. Nach der ausgedehnten Schließzeit muss das Gebäude sowohl technisch als auch baulich wieder auf den Stand für einen Restaurantbetrieb gebracht werden.

Eine Kölner Institution mit bewegter Vergangenheit

Das „Zum Treppchen“ zählt zu den Gasthäusern mit der längsten Geschichte im Süden von Köln. Bereits um 1900 hatte sich das Etablissement als eine gefragte Schankwirtschaft etabliert. Insbesondere die weitläufige Terrasse direkt am Rhein gibt dem Lokal seinen unverwechselbaren Charakter.

Die jüngere Vergangenheit war von mehreren Pächterwechseln geprägt. Ein Feuer auf der Terrasse im Dezember 2015 sorgte für Verzögerungen beim Wiederaufbau, unter anderem aufgrund von ausstehenden Genehmigungen. Der langjährige Pächter Günther Schneider zog sich Ende 2016 zurück, woraufhin 2017 die Familie Khamassi den Betrieb weiterführte.

Das Treppchen in Rodenkirchen liegt gleich am Rhein.

Copyright: Laura Klemens

Das „Treppchen“ in Rodenkirchen liegt gleich am Rhein.

Nachdem erneut Schluss war, stand das „Treppchen“ für etwa zwei Jahre ungenutzt da. Das unter Denkmalschutz stehende Bauwerk wurde im Juni 2025 zum Kauf ausgeschrieben. Ein neuer Eigentümer, die Fako M GmbH & Co. KG, fand sich im Frühjahr 2026. Daraufhin begann die Suche nach einem neuen Pächter.

Diese Suche hat nun ein Ende gefunden. Für das Treppchen eröffnet sich eine neue Zukunft. In den nächsten Wochen wird sich herausstellen, wie zügig aus der geplanten Wiedereröffnung ein voll funktionsfähiger Restaurantbetrieb entsteht. (red)