Schlechtes letztes DrittelHaie fressen acht Dinger – DEL-Auftakt verpatzt

Juhani Tyrväinen mit einem Zweikampf an der Bande.

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Juhani Tyrväinen mit einem Zweikampf an der Bande.

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Die Kölner Haie nehmen die Frühform aus der CHL nicht mit in die DEL. Zum Auftakt setzt es eine Heimpleite gegen Wolfsburg.

Nach dem perfekten Start in die Champions Hockey League haben die Kölner Haie zum Auftakt der neuen DEL-Saison ihre erste Pflichtspielniederlage kassiert. Beim 4:8 gegen die Grizzlys Wolfsburg wurde dem KEC in einem lange packenden Schlagabtausch das schwache letzte Drittel zum Verhängnis.

Die Haie-Stars liefen zum Aerosmith-Hit „Dream On“ ein – Köln träumt vom ersten Meistertitel seit 2002. Von den Fans gab es eine Liebeserklärung an die Domstadt in Form einer Choreo. „Wir sind jetzt in der Position, dass wir ein Top-Klub sind“, sagte Thomas Berglund vor seinem ersten DEL-Spiel bei MagentaSport. Der Schwede hat noch einiges an Arbeit vor sich.

Spielunterbrechung wegen Problemen an der Bande

Nach dem Gänsehaut-Auftakt vor dem ersten Bully der neuen DEL-Saison in der Lanxess-Arena wurden die Haie auf dem Eis vor 18.089 Zuschauerinnen und Zuschauern erstmal kalt erwischt. Die Gäste aus der Autostadt gingen in der 4. Minute durch Robert Lynch in Führung. Der KEC brauchte aber nur 17 Sekunden für die Antwort: Kevin Niedenz (5.) glich im direkten Gegenzug aus.

Das Forechecking der Grizzlys bereitete Köln aber auch nach dem Ausgleich Probleme. William Graber brachte Wolfsburg in der 8. Minute wieder in Führung. Haie-Goali Janne Juvonen rutschte der Puck beim Schuss des Wolfsburger Neuzugangs aus kurzer Distanz durch die Schoner.

Diesmal kamen die Haie nicht sofort zurück, hatten aber in der 13. Minute die Riesenchance auf den Ausgleich. Weder Gregor MacLeod noch Marcel Noebels schafften es, die Scheibe durch das Gedränge an Wolfsburg-Torwart Dustin Strahlmeier vorbeizudrücken. Köln war jetzt aber besser im Spiel, das 2:2 lag in der Luft. Im ersten Powerplay war es dann so weit: Valtteri Kemiläinen (18.) ließ von kurz vor der blauen Linie einen satten Direktschuss ab – Strahlmeier hatte keine Chance.

Im zweiten Drittel nahmen die Haie den Schwung mit: Der spielfreudige Niedenz (22.) brachte das Heimteam nach einer schönen Finte mit seinem zweiten Treffer erstmals in Führung. Das Kombinationsspiel klappte in dieser Phase nun immer besser, die Fans bekamen einige sehenswerte Spielzüge zu sehen. Doch auch Wolfsburg blieb gefährlich. Mit einer Einzelaktion stellte Tyler Gaudet (29.) auf 3:3. Nur wenig später verhinderte Juvonen im Eins-gegen-eins gegen DEB-Talent Dustin Willhöft einen erneuten Rückstand für Köln.

Choreo der Haie-Fans mit Domspitzen und dem Slogan „Liebe deine Stadt“.

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Mit dieser Choreo feierten die KEC-Fans den Auftakt in die neue DEL-Saison.

Es war ein munterer Schlagabtausch, der dann aber für mehrere Minuten unterbrochen werden musste: An beiden Bänken mussten die Plexiglas-Banden neu verschraubt werden. Im Anschluss plätscherte das Spiel bis kurz vor der zweiten Drittelpause, als Juhani Tyrväinen die große Chance zur erneuten Führung vergab, ein wenig vor sich hin. In der ersten Unterzahl der neuen DEL-Saison ließen die Haie zuvor gar nichts anbrennen. 

Im letzten Drittel dann ein Doppelschlag der Gäste. Erst zog Lynch (44.) einen Strahl über die Fanghand von Juvonen vorbei ins Tor, direkt im Anschluss hatte der Finne auch gegen Tyler Morley (44.) keine Chance. Und es kam noch schlimmer: Luis Schinko (46.) erhöhte auf 6:3 für Wolfsburg. Neuzugang Marcel Noebels (48.) verkürzte zwar nochmal, doch die Niedersachsen schlugen in Person von Spencer Machacek (49.) sofort zurück. In der Defensive leisteten sich die Haie an diesem Abend einfach zu viele Unaufmerksamkeiten, was Wolfsburg eiskalt ausnutzte. Nach einem Haie-Powerplay machte Keaton Thompson (58.) per Treffer ins leere Tor dann alles klar.

Nach den vier Siegen in der CHL gab es durch die Auftaktniederlage in der DEL nun also den ersten Rückschlag unter dem neuen Trainer Berglund. „Es war von Anfang an nicht gut genug, wir waren ganz oft einen Schritt zu langsam und haben uns zu viele Konter gefangen“, fand Noebels nach dem Spiel klare Worte. Der Liga-Alltag sei etwas anderes als die CHL-Spiele. Am Sonntag (19 Uhr) wollen die Haie gegen die Löwen Frankfurt die ersten Punkte in der heimischen Liga einfahren.

Marcel Noebels jubelt mit einem Knie auf dem Eis.
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