Die Kölner Haie haben den DEL-Auftakt ordentlich vergeigt, 4:8 hieß es am Ende gegen die Grizzlys Wolfsburg. Nach der Partie kritisierten sich die Fans des KEC gegenseitig.
Nach Auftakt-DebakelHaie-Fans kritisieren sich gegenseitig: „Den Verein nie geliebt“

Da sind die Kölner Haie in ihrem eigenen Haifischbecken aber mal so richtig baden gegangen! Nach dem perfekten CHL-Start mit vier Siegen aus vier Spielen hat der KEC den DEL-Auftakt mal ordentlich verhauen.
Gegen die Grizzlys Wolfsburg setzte es am Freitagabend (18. September) eine krachende 4:8-Pleite in der heimischen Lanxess-Arena. Die Fans verabschiedeten die Mannschaft nachher trotzdem mit Fangesängen und Applaus. Nach dem Motto „Das kann mal passieren“.
Kölner Haie: Viele Fans gehen früher
Zu diesem Zeitpunkt waren aber längst nicht mehr alle Fans in der Arena. Denn schon mit der schnellen 4:7-Antwort von Wolfsburg, nachdem die Haie gerade auf 4:6 verkürzt hatten, verließen die ersten Anhängerinnen und Anhänger die Arena.
Als Keaton Thompson rund zweieinhalb Minuten vor Schluss dann für den 4:8-Endstand sorgte, leerten sich die Reihen im Deutzer Eishockey-Tempel noch viel schneller. So waren bei der Schlusssirene Tausende Fans schon gar nicht mehr in der Halle.
Und genau das stößt anderen Haie-Fans auf. Unter dem Instagram-Post des KEC nach der Partie sammelten sich dazu einige Kommentare. Hier eine Übersicht:
- Wer früher geht, hat diesen Verein nie geliebt! Bleibt beim nächsten Mal direkt zu Hause!
- Es kann auch mal Tage geben, an denen die Mannschaft eventuell schlechte Entscheidungen trifft oder nicht gut spielt. Trotzdem ist das kein Grund, einfach zu gehen und nicht bis zum Ende zu bleiben. Wer das nicht möchte, kann auch direkt zu Hause bleiben. Es ist traurig, wie wenig heute die Haie bis zum Ende supportet haben, denn bei denen war am Ende mit Sicherheit auch die Luft aus und dann ist es wichtig zusammenzuhalten.
- • An alle, die früher gegangen sind: Nächstes Mal bitte die Karte an jemanden geben, der seine Mannschaft auch bis zum Ende supportet, danke
- Ein Fan bleibt bis zur letzten Minute. Wir siegen und verlieren gemeinsam.
- Die Erfolgsfans können Sonntag zu Hause bleiben
- Und an alle, die nach dem 8. Gegentor gegangen sind: Bleibt beim nächsten Spiel zu Hause
- Tja, mein erstes DEL-Livespiel macht mich traurig, aber mal gewinnt man, mal verliert man. Was mich viel trauriger gemacht hat: Wie kann ich einfach gehen?! Egal, wie das Spiel ist und ausgeht, ich muss als Fan doch die Mannschaft unterstützen, erst recht, wenn es so ausgeht, wie heute. Ich drücke für Sonntag die Daumen.
Neben diesen Kommentaren fanden sich allerdings auch viele Beispiele, die der Mannschaft Mut zusprechen. Durch den grandiosen Start in der CHL und die vergangenen guten Saisons verzeihen die KEC-Fans ihren Haie-Stars so ein Spiel mal.
Dass der Auftritt gegen Wolfsburg dennoch nicht gut war, weiß auch Haie-Coach Thomas Berglund. „Es wirkt, als wären wir etwas verkatert gewesen vom tollen Auftakt in die Champions Hockey League. Wir waren nicht demütig genug und haben uns in vielen Situationen falsch entschieden. Es war ein hartes Spiel gegen ein gutes Wolfsburger Team, sie haben gut gespielt, das müssen wir anerkennen. Sie haben unsere Fehler dankend angenommen – wir müssen aus diesem Spiel lernen, es ist eines von 52. Hoffentlich können wir schnell den Schalter umlegen“, sagte er nach der Partie.
Schon am Sonntag (20. September) können es die Kölner besser machen. Um 19 Uhr geht es in der Lanxess-Arena gegen die Löwen Frankfurt. Die haben ihren Auftakt souverän mit 5:0 gegen die Schwenninger Wild Wings.

