Seit Wochen sind mehrere Kunstrasenplätze in Köln nicht bespielbar. Die betroffenen Hobbykicker sind frustriert. Jetzt gibt es neue Informationen.
Kölner Hobbykicker frustriertWegen Verklumpung gesperrt – jetzt neue Infos

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Auf mehreren Kölner Kunstrasenplätzen blieb im Sommer das Granulat den Spielern unter den Schuhen kleben.

Ein paar Schritte auf dem Fußballplatz und er sei „einen Zentimeter größer geworden“, erzählte ein Leserreporter Ende August. Der Grund: Durch die hohen Temperaturen im Sommer war das Granulat des Kunstrasens so weich geworden, dass es den Kölner Kickern unter den Fußballschuhen kleben blieb – als dicke, schwere Schicht.
Insgesamt sechs städtische Sportanlagen sind betroffen, der Trainingsbetrieb ist dort seitdem stark eingeschränkt. Eine Katastrophe für zahlreiche begeisterte Hobbykicker in Köln. EXPRESS.de hakte bei der Stadt nach: Wurden die betroffenen Plätze inzwischen instand gesetzt?
Kölner Kunstrasen-Desaster: Gab es schon 2021 und 2022
Die Arbeiten zur Wiederherstellung der Bespielbarkeit jener Kunststoffrasenplätze auf den städtischen Sportanlagen, die im Sommer durch die extreme Hitze eine Verklumpung des Kunststoffgranulates zur Folge hatten, seien am Montag (12. Oktober) gestartet, erklärt Maximilian Daum vom städtischen Presseamt.
„Die von der Stadt Köln beauftragte Firma arbeitet dabei das Kunststoffgranulat aus den betroffenen Kunststoffrasenplätzen so weit wie möglich heraus und füllt anschließend mit Quarzsand nach“, beschreibt der Sprecher den Vorgang.
Bereits in den Jahren 2021 und 2022 sei es auf einigen Kunststoffrasenplätzen zu Verklebungen des Kunststoffgranulates gekommen. Damals sei das gleiche Prozedere erfolgt. „Anschließend konnten die Plätze wieder uneingeschränkt in Betrieb genommen werden. Die Kosten betragen pro Anlage je nach Platzgröße schätzungsweise zwischen 50.000 und 85.000 Euro“, erklärte Daum bereits im August auf EXPRESS.de-Nachfrage.
Aktuell sind die Sportanlagen Heerstraße und Kolkrabenweg mit je einem Groß- und je einem Kleinspielfeld sowie der Höhenberger Sportpark, die Sportanlagen Freimersdorfer Weg, Pastor-Wolff-Straße und Fort Deckstein mit je einem Großspielfeld betroffen. Außerdem die Sportanlage Am Gleisdreieck, die sich aber nicht im Eigentum der Stadt befindet.
Die Arbeiten dort sollen laut Stadtsprecher Daum bis spätestens Ende November abgeschlossen sein.
Kölner Hobbykicker: „Wir trainieren jetzt auf einem Kinderplatz“
Für die betroffenen Hobbykicker ist das eine gute Nachricht. Denn die sind seit dem Sommer mehr als genervt. Sie hätten zwar versucht, die Situation durch Bewässerung zu verbessern, das hätte aber nichts gebracht, beklagte der Leserreporter.
Der Kölner Hobbyfußballspieler schilderte damals frustriert gegenüber EXPRESS.de: „Wir trainieren jetzt auf einem Kinderplatz. Heimturniere gibt es natürlich auch nicht mehr.“
