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Ostermärsche für den FriedenHunderte auch in Köln unterwegs – Polizei mit Fazit

Menschen stehen gedrängt vor dem Kölner Dom, halten Fahnen und Plakate mit Aufschriften wie "Krieg dem Krieg" hoch.

Copyright: Martina Goyert

Unter dem Motto „Friedensfähig statt kriegstüchtig“ zieht der traditionelle Ostermarsch am Karsamstag (4. April 2026) vom Kölner Roncalliplatz am Dom durch die Innenstadt. 

Aktualisiert:

Im Fokus der Ostermärsche stehen in diesem Jahr die Kriege in der Ukraine und Nahost. Die Friedensaktivisten und -aktivistinnen richten auch Forderungen an die Bundesregierung. In Köln demonstierten mehrere hundert Teilnehmende. 

Demos im Zeichen der Friedenstaube: In zahlreichen Städten sind am Karsamstag (4. April 2026) Menschen zu den traditionellen Ostermärschen auf die Straße gegangen. Auch in Köln. 

Nach dem Auftakt gegen 14.30 Uhr auf dem Roncalliplatz verlief die Demo mit kurzen Zwischenkundgebungen durch die Altstadt bis zum Chlodwigplatz, wo gegen 16.30 Uhr die Abschlusskundgebung stattfand. „Es kam zu keinen großen Ausschreitungen, nur Kleinigkeiten wie Beleidigungen und Zünden von Pyrotechnik“, sagte eine Beamtin der Kölner Polizeileitstelle am frühen Abend gegenüber EXPRESS.de. Um kurz nach 18 Uhr sei der Ostermarsch beendet gewesen.

Ostermarsch in Köln: Lage laut Polizei ruhig

Der Kölner Ostermarsch war Teil des Ostermarsches Rhein-Ruhr unter dem Motto „Friedensfähig statt kriegstüchtig! Aufrüstung, Wehrpflicht und Kriege stoppen! Für eine soziale Zeitenwende!“

Angemeldet waren 1000 Teilnehmende. Wie eine Leitstellen-Beamtin gegenüber EXPRESS.de erklärte, seien es aber deutlich weniger gewesen. Während der Demo kam es zu kurzfristigen Sperrungen.

Kundgebungen mit Forderungen nach Frieden und Abrüstung fanden unter anderem auch in Berlin, München und Leipzig statt. Im Ruhrgebiet startete der dreitägige Ostermarsch von Duisburg nach Dortmund. Das Netzwerk Friedenskooperative erwartete an rund 70 Orten bundesweit mehrere Tausend Teilnehmende.

Der Ostermarsch Rhein-Ruhr unter dem Motto „Friedensfähig statt kriegstüchtig“ ist traditionell der größte Ostermarsch in Nordrhein-Westfalen. Zum Start kamen in Duisburg laut Polizei bis zum Mittag rund 300 Menschen zusammen. Die Route führt dann weiter über Essen, Wattenscheid und Bochum nach Dortmund, wo der Marsch am Montag endet.

Teilnehmende stehen am Start des traditionellen Ostermarschs Rhein-Ruhr mit einer Friedenstaubenfahne.

Copyright: Roberto Pfeil/dpa

Teilnehmende stehen am Samstag (4. April 2026) am Start des traditionellen Ostermarschs Rhein-Ruhr unter dem Motto „Friedensfähig statt kriegstüchtig“.

Erste Kundgebungen hatte es schon am Gründonnerstag und Karfreitag gegeben. Bis Ostermontag sind insgesamt rund 100 Märsche geplant. Hauptaktionstag ist allerdings in jedem Jahr der Karsamstag.

„Große Fülle an Krisen“

Veranstalter der Märsche sind Gewerkschaften, linke und christliche Gruppen sowie Friedensgruppen. Die regional organisierten Kundgebungen sind heute deutlich kleiner als zu Hochzeiten der Friedensbewegung in den frühen 1980er Jahren. Zentrale Themen sind in diesem Jahr die Kriege in der Ukraine und in Nahost, wie das Netzwerk Friedenskooperative in Bonn angekündigt hatte.

Die Friedensbewegung setzt sich für diplomatische Initiativen zur Beendigung von Kriegen, eine Stärkung des Völkerrechts und den Einsatz für die Leidtragenden ein. Von der Bundesregierung wird ein Ende der Aufrüstung und eine Ablehnung der Wehrpflicht gefordert.

„In bald 40 Jahren Ostermarscharbeit habe ich es noch nie erlebt, dass es zu Ostern so eine große Fülle an Krisen auf der Welt gibt“, sagte Kristian Golla vom Netzwerk Friedenskooperative. „Das stimmt mich sehr nachdenklich, aber es zeigt auch, wie wichtig das Engagement für Frieden ist.“ (iri mit dpa)

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