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Drastische Maßnahmen am Ebertplatz Kölner OB Henriette Reker rudert zurück

ebertplatz koeln drohne

Brennpunkt Ebertplatz aus der Vogelperspektive

Köln – In der Debatte um den Ebertplatz hat Oberbürgermeisterin Henriette Reker nun eingelenkt.

Ob den Galerien auf der unteren Platz-Ebene tatsächlich gekündigt werden soll, wolle sie „noch einmal überprüfen“ lassen, heißt es am Dienstag in einer Meldung der Stadt Köln. Außerdem sollen die betroffenen Kunst- und Kulturschaffenden „in den weiteren Prozess einbezogen werden", versprach Reker. Gleiches gelte für die „zuständigen politischen Gremien“.

Schließung der Kunsträume

Zuvor hatte es massiven Protest gegen die Pläne der Stadt gegeben, schon kommende Woche mit dem Zumauern einiger Zugänge am Ebertplatz zu beginnen (EXPRESS berichtete). Damit wäre auch die Schließung der dort ansässigen Kunsträume verbunden.

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„Dass völlig funktionsfähige Räume, mit enormen öffentlichem Interesse auf solch absurde Art stillgelegt werden sollen, das ist in Kölns heutiger Situation ein Skandal!“, heißt es beispielsweise auf der Facebookseite der Galerie „Gold und Beton“. „Die Kunsträume und Gewerbe als die einzigen legal funktionierenden Systeme, lebendig zu begraben, ist an Satire und Surrealität kaum zu übertreffen.“

Nach Angaben von „Gold und Beton“ habe die Oberbürgermeisterin am Dienstag vor Ort das Gespräch mit den Galeristen gesucht. Sie habe gesagt, „dass die Entscheidung wohl ohne ihre Kenntnisse getroffen wurde.“

OB macht sich ein Bild der Lage

In der Meldung der Stadt Köln heißt es weiter, Hennriette Reker habe sich am Dienstag nach Rückkehr von einer längeren Auslandsreise ein Bild der aktuellen Lage gemacht. „Vor Ort konnte ich auch mit Vertretern der Galerien sprechen. Unser Ziel muss sein, den Ebertplatz schon vor der größeren Umgestaltung, die wir jetzt beginnen zu planen, sicherer und lebendiger zu machen.“

Sie sei froh, „dass es uns gelungen ist, mit höherer Polizeipräsenz und einer besseren Ausleuchtung auf dem Platz schnell wirksame Maßnahmen zu treffen. Dies können aber nur erste Schritte gewesen sein.“

„Kunsträume-Entmietung ist wirkungsloser Aktionismus“

Auch Jörg Frank, Fraktionsgeschäftsführer der Grünen im Rat und Vorsitzender des Liegenschaftsausschusses, hat sich zu der Situation am Ebertplatz geäußert: „Unüberlegter Aktionismus bringt den Bürgerinnen und Bürgern keinen Deut mehr Sicherheit. Vielmehr wurden die leeren Ladenlokale bewusst als Kunsträume vermietet, um eine öffentliche Belebung der Passage zu schaffen. Ich begrüße es, dass Oberbürgermeisterin Henriette Reker nach dem heutigen Besuch der Passage und der Kunsträume, die Entmietung erst einmal gestoppt hat. Auch wird die Passage nicht zugemauert. Zur Bekämpfung der Drogenkriminalität ist vor allem mehr Polizeipräsenz vor Ort und konsequentes Eingreifen gegen Straftäter notwendig.“

(red/exfo)

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