Fußgänger-Chaos in Köln Geh-(Um)-Weg sorgt für Ärger – jetzt nimmt die Stadt Stellung

In Köln-Weidenpesch herrscht Unmut beim Thema Verkehr. Grund dafür ist ein Umweg, den Fußgänger an der Bahnstation „Wilhelm-Sollmann-Straße“ in Kauf nehmen müssen, wenn sie die Straße überqueren wollen.

Köln. Anwohner in Weidenpesch und Longerich ärgern sich über die komplizierte Regelung für Fußgänger im Bereich der Haltestelle „Wilhelm-Sollmann-Straße“ nach den Umbauarbeiten für die neue Abstellanlage der KVB.

Köln-Weidenpesch: Ärger um Fußgänger-Weg an „Wilhelm-Sollmann“-Haltestelle

Denn: Wenn Fußgänger, von der Haltestelle „Wilhelm-Sollmann-Straße“ kommend, Richtung Weidenpesch laufen wollen, müssen sie zunächst eine längere Schleife um die Gleise laufen (siehe Video oben).

Den meisten ist das zu umständlich. Sie schlendern stattdessen über den neu geschaffenen Radweg oder überqueren an der viel befahrenen Stelle die Neusser Straße, um auf den gegenüberliegenden Gehweg zu gelangen. 

Ganz schön gefährlich. Selbst ältere Menschen, die langsamer oder sogar mit Rollator unterwegs sind, wagen sich über die Neusser Straße, auf der die Autos aus beiden Richtungen kommen. Liegt es wirklich am langen Umweg – oder nehmen die Leute den neu geschaffenen Fußgängerweg wegen mangelnder Beschilderung gar nicht richtig wahr? 

Köln-Weidenpesch: Stadt verteidigt Fußgänger-Umweg an „Wilhelm-Sollmann“-Haltestelle

Für die Stadt Köln ist die Sache völlig klar: Man habe sich gezielt für die bogenförmigen Route entschieden. Auch wenn das für viele Menschen bedeutet, zukünftig ein paar Schritte mehr gehen zu müssen, um auf die andere Straßenseite zu gelangen. 

„Aufgrund zahlreicher Einflussfaktoren (örtliche Gegebenheiten, komplexe Bahnabläufe, geringe Fußverkehrsbelastungen sowie sonstigem Verkehrsaufkommen) ist die Entscheidung für die realisierte Ausbauform gefallen“, teilt die Stadt Köln auf EXPRESS.de-Anfrage mit.

Eine parallele Geh-Führung zur Neusser Straße könne sich negativ auf den Fußverkehr auswirken. Lange Rot-Zeiten der Ampelanlagen hätten zudem erhebliche Auswirkungen auf den Bahnverkehr gehabt.

Auch ein Zebrastreifen sei hier aufgrund der Verkehrssituation nicht zu realisieren gewesen. Wieso die neue Geh-Route allerdings nicht deutlicher beschildert wurde, blieb zunächst unklar.

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