Die Demonstration „Sexuelle und digitale Gewalt stoppen!“ hatte weitaus mehr Zulauf als von den Veranstaltern angemeldet.
City lahmgelegtKöln steht auf: Tausende bei Protest gegen sexualisierte Gewalt
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In der Kölner Innenstadt lief am Samstagnachmittag eine Demonstration gegen sexuelle und digitale Gewalt.
Um 13 Uhr startete die Versammlung auf dem Rudolfplatz und bewegte sich Richtung Aachener Weiher. Der Zuspruch war groß: Angemeldet waren 500 Teilnehmende, diese Zahl wurde bei weitem überschritten.
Demo in Köln: „Sexuelle und digitale Gewalt stoppen!“
Am Ende der Veranstaltung schätzte die Polizei die Zahl der Teilnehmenden auf 5200. Es verlief alles friedlich.
Aufgerufen zu der Kundgebung hatten das Aktionsbündnis Widersetzen Köln und die Feminist Law Clinic. Anlass ist die Debatte um den Fall von Collien Fernandes, der bundesweit Aufsehen erregt.
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Die Feminist Law Clinic in Köln bietet Frauen und queeren Menschen kostenlose Rechtsberatung.
Jetzt setzt sie sich gemeinsam mit Widersetzen Köln und weiteren Initiativen für mehr Solidarität, mehr Gerechtigkeit und besseren Schutz vor sexualisierter Gewalt ein.
Viele Teilnehmende der Kölner Demonstration hielten Schilder mit der Aufschrift „Danke Collien“ hoch, auf anderen Transparenten war Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz zu lesen. Merz war vorgeworfen worden, das Problem der Gewalt gegen Frauen herunterzuspielen und als Randphänomen darzustellen.

Copyright: Sarah Brasack
Zahlreiche Demonstrierende versammelten sich am Samstag in Köln.
Auf dem Zugweg der Demonstration „Sexuelle und digitale Gewalt stoppen!“, die vom Rudolfplatz über den Böckler-Platz bis zum Aachener Weiher führte, kam es zu zahlreichen Straßensperrungen. Um 16 Uhr fand die Abschlusskundgebung statt.
Fernandes selbst war am Donnerstag überraschend bei einer Demonstration in Hamburg erschienen und hatte sich an die Teilnehmenden gewandt.
„Ich stehe jetzt hier mit einer schusssicheren Weste mit Polizeischutz und mit Security, weil ich Morddrohungen bekomme“, sagte Fernandes, deren Stimme während ihrer etwa dreieinhalbminütigen Rede mehrfach stockte.
Die Kundgebung in Hamburg trug den Titel „Es reicht“. Aufgerufen hatte ein Bündnis aus Initiativen, die sich gegen Gewalt an Frauen einsetzen. (cme, mit dpa)
