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Müll-Alarm in ParksDreck kostet Köln eine Wahnsinns-Summe

Oberbürgermeister Torsten Burmester bei einer Reinigungsaktion der Kölner Anti Spray Aktion (KASA) am Kinderspielplatz am Aachener Weiher/Hiroshima-Nagasaki-Park.

Copyright: Alexander Schwaiger

Oberbürgermeister Torsten Burmester bei einer Reinigungsaktion der Kölner Anti Spray Aktion (KASA) am Kinderspielplatz am Aachener Weiher/Hiroshima-Nagasaki-Park.

Nach einer Aktionswoche steht fest: Der Dreck in den Kölner Parks kostet uns alle Millionen.

Ein sonniges Wochenende, die Menschen genießen die Zeit in den Kölner Parks. Doch der Anblick danach ist ein Schock. Die Stadt Köln präsentiert jetzt eine Bilanz, die jeden Kölner und jede Kölnerin betrifft und die richtig ins Geld geht.

Die Ergebnisse der Aktionswoche „Sicherheit und Sauberkeit in den Veedeln“ liegen vor. Zum Start in die Sommerferien war das Ordnungsamt bei bestem Wetter für spezielle Kontrollen unterwegs. Oberbürgermeister Torsten Burmester war persönlich dabei und schaute sich mehrere Aktionen an.

Dreck-Alarm auf den Spielplätzen

Gemeinsam mit der Mannschaft der Kölner Anti Spray Aktion (KASA) entfernte er unerlaubte Schmierereien von den Wänden des Spielplatzes im Hiroshima-Nagasaki-Park. Er unterstützte auch ein neues Präventionsprojekt für Kitas, das Kindern im Vorschulalter spielerisch ein Gefühl für Ordnung und ein sauberes Umfeld vermitteln soll.

Im Zuge der Initiative nahm das Ordnungsamt besonders Spielplätze, Grünanlagen und offene Schulhöfe ins Visier. Das Ergebnis ist krass: Auf 144 Schulhöfen gab es nur zwei Beanstandungen. Ganz anders sah es bei den 578 kontrollierten Spielplätzen aus.

Hier mussten die Abfallwirtschaftsbetriebe (AWB) 77-mal anrücken, um Abfall und sogar illegale Lagerstätten zu entfernen. In 44 Fällen wurden Personen beim Rauchen, Trinken von Alkohol oder dem Konsum von Cannabis erwischt.

Der Freitag stand ganz im Zeichen von Grill-Fans und Müll-Sündern. Im Lohsepark war ein Team aus AWB-Grillscouts, Ordnungsdienst und OB Torsten Burmester unterwegs, um an die Regeln zu erinnern und Taschenaschenbecher zu verteilen. Danach ging es an die Neusser Straße: Dort wurden Imbiss-Betreiber ermahnt, rund um ihre Buden für Ordnung zu sorgen und Mülleimer bereitzustellen. Bei Kontrollen von 75 Imbissen gab es 27 Beanstandungen, oft fehlten einfach die richtigen Abfallbehälter.

16 Millionen Euro! Das kostet uns der Müll der anderen

Die Stadtverwaltung erklärte zur Aktionswoche: „Aufenthalt im öffentlichen Raum sorgt nicht immer nur für Spaß, Spiel und Erholung, sondern bedeutet häufig auch Müll, Verschmutzung oder Vandalismus“. Für Oberbürgermeister Torsten Burmester ist klar, dass die Woche gezeigt habe, „noch nicht jede und jeder verinnerlicht hat, dass wir alle mitverantwortlich sind für die Sauberkeit in unserer Stadt und damit auch dafür, wie Köln aussieht.“

Und jetzt kommt der Hammer: Die Beseitigung von Graffiti kostet die Stadt jedes Jahr etwa 1,2 Millionen Euro. Aber das ist noch nichts gegen den Müll: Für die Entsorgung von achtlos weggeworfenem Dreck blättert die Stadt unfassbare 16 Millionen Euro hin! An nur einem Sommerwochenende kommen in den Kölner Parks im Schnitt 20 bis 30 Tonnen Abfall zusammen, der Großteil davon sind Einwegverpackungen, Einweggrills, Pizzakartons, Glas (oft zerbrochen) und Plastiktüten. (red)

Ihr kennt das Müll-Problem - wo ist es besonders schlimm in Köln? Schickt uns eure Videos und Fotos!

Hau raus!

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