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Gedenken an Ex-PräsidentErkannt? Der Tausendsassa mit den vielen Kölner Leben

Klaus Ulonska 1973 als Jungfrau Claudia im Kölner Dreigestirn

Klaus Ulonska 1973 als Jungfrau Claudia im Kölner Dreigestirn.

Ein kölsches Unikat und ein Mann mit einem großen Herzen: Ex-Fortuna-Köln-Präsident Klaus Ulonsa wäre am Samstag (10. Dezember 2022) 80 Jahre alt geworden.

von Bastian Ebel (bas)

Eigentlich musste es so kommen an diesem verflixten Freitagabend im März 2015. Es war ausgerechnet Freitag der 13., als das Herz eines großen Kölners für immer aufhörte zu schlagen: Klaus Ulonska starb mit 72 Jahren an den Folgen eines Herzinfarktes – und nicht nur die Südstadt trug Trauer.

Klaus Ulonska, der kölsche Tausendsassa! Wenn ein Mann Köln verkörperte und wirklich alle Facetten des „Dorfes am Rhein“ kannte, dann war das der Präsident des SC Fortuna Köln. Am Samstag (10. Dezember 2022) wäre Ulonska 80 Jahre jung geworden. Er fehlt nach wie vor.

Köln: Gedenken an Klaus Ulonska 

Denn Ulonska hatte so viele Dinge in sein Leben gepackt, dass es für mehrere gereicht hätte. Einst machte er sich als Leichtathlet einen Namen und galt als große deutsche Sprinthoffnung. 1962 in Belgrad wurde er Europameister in der Staffel über 4 x 100 Meter.

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Seine „kölsche Karriere“ startete der Mann mit der unverwechselbaren Lache dann gemeinsam mit Fußball-Weltmeister Wolfgang Overath beim Kaufhof. Politisch war er ebenfalls engagiert und enterte für die CDU sogar einen Sitz im Kölner Stadtrat.

Sport und Politik – da fehlt für einen „echten“ Kölner doch noch etwas? Genau: 1973 verdiente sich Ulonska die höchsten karnevalistischen Weihen, als er als Jungfrau „Claudia“ für die Altstädter die Jungfrau im Kölner Dreigestirn wurde.

Sein Husarenstück gelang Ulonska allerdings, als er die mehr als angeschlagene Fortuna durch seinen unermüdlichen Einsatz 2004 vor dem finanziellen Ruin rettete. Unvergessen, als der Präsident höchstselbst während er Spiele mit einem Spendenball durch die Reihen ging.

Zum Tode von Ulonska schrieb sein Freund Cornel Wachter damals: „Von Deiner Wolke wirst Du gestern mit Freude beobachtet haben, wie im Südstadion zum Spiel Menschen von unterschiedlichster Stellung sich ihre Trauer über Dein Ableben zeigten, sich drückten, sich umarmten, ob Minister oder Wachmann, ob Unternehmer oder Handwerker, Du hast alle mit offenen Armen empfangen, die bereit waren, im Rahmen ihrer Möglichkeiten etwas für den Verein zu leisten.“

Wie wahr! Im Sommer 2022 war es Wachter, der ein Denkmal für Ulonska und den ebenfalls kultigen Ex-Präsidenten Jean Löring am Vereinsheim gestaltete. Cornel Wachters Worte von 2015 gelten auch heute noch. „Du wirst uns sehr fehlen.“