Heftiger Protest Aufregung in Kölner Innenstadt: Priester-Plakat sorgt für Kopfschütteln

Auf der Ecke Gürzenichstraße / Große Sandkaule steht ein Plakat gegen Missbrauch in der Katholischen Kirche.

Auf der Ecke Gürzenichstraße/ Große Sandkaul bekamen die Passanten und Passantinnen in der Kölner Innenstadt am Donnerstagvormittag (27. Januar 2022) ein anstößiges Plakat in einer Werbevitrine zu sehen.

In der Kölner Innenstadt wurde ein Plakat in einer Werbevitrine angebracht, auf dem ein Priester ein Kind sexuell nötigt. Es ist nicht die erste Protestaktion in dieser Form.

Passanten und Passantinnen haben am Donnerstagvormittag (27. Januar 2022) nicht schlecht gestaunt, als sie in der Kölner Innenstadt an der Ecke Gürzenichstraße/Große Sandkaul unterwegs waren.

Denn dort in einer Werbevitrine der Firma JC Decaux ein anstößiges Poster angebracht. Zu sehen: Ein schwarz gekleideter Priester fasst einem Jungen in die Hose. Das Kind, auf dem Poster in roter Farbe dargestellt, hält sich dabei die Hände vor das Gesicht. Neben der Darstellung ist der Psalm 118, 23 zu lesen: „Was keiner für möglich gehalten hat, das tut Gott vor unseren Augen.“ 

Köln: Illegale Plakatierung in der Innenstadt – Kirche als Adressat

Ganz offensichtlich handelte es sich bei der Aktion um eine illegale Plakatierung, bei der auf die Missbrauchs-Skandale in der katholischen Kirche aufmerksam gemacht werden sollte.

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Auf der Ecke Gürzenichstraße / Große Sandkaule steht ein Plakat gegen Missbrauch in der Katholischen Kirche.

Das Skandal-Plakat, das auf den Missbrauch der katholischen Kirche an Kindern aufmerksam machen soll, war am Donnerstag (27. Januar 2022) in Köln zu sehen.

Es war nicht das erste Mal, dass in Köln derartige Poster angebracht wurden: Im April 2021 wurde ein Plakat in dem gleichen Stil in der Kölner Altstadt gesichtet, auf dem ein Priester von einem Kind oral befriedigt wird.

EXPRESS.de fragte bei dem für die Werbevitrine verantwortlichen Unternehmen WallDecaux nach, wie es zu solchen Aktionen kommen kann: „Es handelt sich dabei um das sogenannte Adbusting (frei übersetzt: Sprengen von Anzeigen, Anm. d. Redaktion), bei dem die Vitrinen aufgeknackt und eigene Plakate über die eigentliche Werbung geklebt werden“, sagte eine Sprecherin, „so etwas kommt in Großstädten immer wieder vor. Wir werden das Plakat nun schnellstmöglich entfernen.“ Das Skandal-Poster wurde gegen Mittag abmontiert und durch ein offizielles Werbeplakat ersetzt.

Auf der Ecke Gürzenichstraße / Große Sandkaule steht ein Plakat gegen Missbrauch in der Katholischen Kirche. um 13.04 Uhr wurde das Plakat entfernt und durch ein offizielles ersetzt.

Gegen 13 Uhr wurde das Skandal-Plakat entfernt und durch ein offizielles ersetzt.

Häufig stecken Künstler-Gruppen hinter diesen Protesten. Diese hinterlassen dann meistens auch mehr oder weniger deutliche ihre Signatur. Bei dem Plakat in der Kölner Innenstadt fehlt eine derartige Signatur – es ist nur klar, an wen das Plakat gerichtet ist.

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