Schumi, Messi, Mondy  Stars schwören auf diese Steaks: Kölner Kultlokal wird 50

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Carlos Santilian (l.) war Gründes des Lokals und seine gute Seele bis zu seinem Tod. Hier flachste der Gaucho mit Ex-FC-Keeper Faryd Mondragon bei einem Besuch im Steakhaus im Mai 2009.

Köln – Es ist eines der bekanntesten Lokale der Stadt. Das „El Gaucho“, Kölns erstes Steakhaus, ist wohl jedem Fleischliebhaber in Köln ein Begriff.

Natürlich ist auch die ewige Goldgrube am Barbarossaplatz wegen des Lockdowns aktuell geschlossen und hat zu kämpfen. Und so kann auch leider das Jubiläum zum 50-jährigen Bestehen nicht angemessen gefeiert werden.

  • Kölner Fleischtempel El Gaucho wird 50 Jahre alt
  • Carlos Santilian eröffnete 1971 am Barbarossaplatz
  • Bis heute Stammlokal für Promis wie Maradona, Messi und Co.

„Klar sind wir etwas traurig. Denn wir hätten gerne richtig gefeiert und mit unseren Freunden und Stammgästen auf die alten Zeiten und die nächsten angestoßen“, so Jorge Santilian, der mit seinem Bruder Tomas das Erbe seines berühmten Vaters Carlos angetreten ist.

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Kölner Gastro: „El Gaucho“ seit 1971 eine Marke

„Don Carlos“ – bis heute sprechen die Mitarbeiter ehrfürchtig über den einstigen, 2014 zu großem Bedauern verstorbenen Chef. Ein echtes Unikat alter Schule. Eine Seele von Mensch und Vollblut-Gastronom, der das Haus zu dem machte, was es bis heute ist.

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Poncho, Hut und Gitarre: Carlos Santilian mit Uwe Seeler im berühmten Kölner Steaklokal „El Gaucho“.

Natürlich auch fußballbekloppt, wie es sich für einen Argentinier gehört, kam er fast täglich noch als 80-Jähriger im Poncho an die Theke und bespaßte als echter Gaucho die Gäste. Im Schlepptau nicht selten eine landestypische Klampfen-Combo.

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Seit Jahrzehnten eine Gastro-Institution in Köln: Das El Gaucho am Ring.

Weiberfastnacht 1962, als ganz junger Mann, kam Carlos aus Südamerika in der Domstadt als Sänger an, um zu bleiben.

Nachdem er zunächst sein Glück mit einer Diskothek versucht hatte, eröffnete er mit einem Freund 1971 am Barbarossaplatz das Steakhaus – damals war das etwas ganz Neues für Köln.

„Schon an den ersten Tagen standen die Leute bei uns Schlange“, erinnert sich der Sohn Tomas.

Bis zum Lockdown war das jetzt nicht anders. Ohne Vor-Reservierung ging quasi nichts. Denn das rauchige Lokal mit den berühmten Steaks vom Holzkohlegrill zieht seit jeher auch Prominente und Geschäftsleute in seinen Bann.

„El Gaucho“ in Köln hatte viele Stargäste

Ob Lionel Messi, Diego Maradona, Michael Schumacher, Thomas Gottschalk, Lukas Podolski oder die Geissens, sie alle waren schon im El Gaucho und ließen sich von den originalen Kellnern wie Spaßvogel Nuno Pedro oder Lockenkopf Pablo Strauss die Köstlichkeiten kredenzen.

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Carlos Santilian (l.) war Gründes des Lokals und seine gute Seele bis zu seinem Tod. Hier flachste der Gaucho mit Ex-FC-Keeper Faryd Mondragon bei einem Besuch im Steakhaus im Mai 2009.

Die Fotowand im Restaurant gleicht demzufolge einem „Who is Who” der kölschen, aber auch Promi-Weltelite. Wer was auf sich hielt und von außerhalb kam, muss schon einmal im El Gaucho verkehrt haben.

Vor wenigen Jahren zog das Lokal mit dem bekannten Holzkohlegrill vom Barbarossaplatz unweit an die Zülpicher Straße um. Der Beliebtheit tat dies keinen Abbruch.

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Auch Fußball-Ikone Diego Maradona besuchte seine Landsleute in Köln. Das Foto hängt noch immer an der Wand des Lokals und hat einen Ehrenplatz.

Corona zehrt an den Nerven und Kräften aller Beteiligter. Doch das El Gaucho, versichern die Inhaber, gibt es noch. Und das soll auch noch lange, am besten die nächsten 50 Jahre, so bleiben.

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