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Nach Rettungs-AktionHeute strahlt die Sonne für die Schull- und Veedelszöch

Aktualisiert

An Weiberfastnacht regnete es noch in Strömen, doch am Sonntag starteten die Kölner „Schull- un Veedelszöch“ bei strahlender Sonne. Allerdings musste man sich dick anziehen.

Das haben sie sich sowas von verdient!

Bei strahlendem Sonnenschein (aber niedrigen Temperaturen) ziehen in Köln wieder die „Schull- un Veedelszöch“ durch die Stadt. Der Zug, der immer am Karnevalssonntag stattfindet, umfasst 8.000 aktive Teilnehmende. 44 Schulen von Grundschulen über Hauptschulen bis zu Gesamtschulen und Gymnasien machen dieses Jahr mit.

Dazu kommen Gruppen von 48 Veedels-Vereinen aus den einzelnen Stadtvierteln. Am Straßenrand stehen nach Angaben der Veranstalter jedes Jahr etwa 300.000 Zuschauerinnen und Zuschauer, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wie bei einem Marathon anfeuern. Sie mussten sich diesmal dick anziehen, denn unter dem wolkenlosen Himmel ist es ziemlich kalt.

Die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen sind alle in selbst gestalteten Kostümen unterwegs, an denen sie monatelang gearbeitet haben. Dazu spießen sie aktuelle Themen auf, etwa die teils mangelhafte Ausstattung der Kölner Schulen oder den Einzug von KI in den Unterricht. „Mehr Lehrer für unsere Kinder“, stand in diesem Jahr auf einem der Plakate. Aber auch: „Make Alaaf not War“. Eine Gruppe entwarf das Fantasiebild einer Schule mitten in der Natur, Mitglieder einer anderen Gruppe waren als Halsbandsittiche verkleidet: Die Papageienart hat sich in Köln in den vergangenen Jahrzehnten immer weiter ausgebreitet.

Noch vor anderthalb Jahren hatte die Finanzierung der Schull- und Veedelszöch 2025 und 2026 ganz nah am Abgrund gestanden. Dank einer solidarischen Rettungs-Aktion der Kölnerinnen und Kölner konnte das Fiasko noch abgewendet werden.

Die „Schull- und Veedelszöch“ gelten als besonders ursprünglich. Ihre Anfänge reichen bis ins Mittelalter zurück: Damals machten sich Gesellen aus Handwerksbetrieben über ihre mühselige Arbeit lustig. (red, dpa)

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