Das Antikriegs-Bündnis „Rheinmetall entwaffnen“ hält seit Dienstag ein Protestcamp in Köln ab. Als spontane Aktion blockieren jetzt circa 100 Teilnehmer eine Kaserne.
Protest gegen Aufrüstung„Rheinmetall entwaffnen“ blockiert Militärring vor Kölner Kaserne

Copyright: Arton Krasniqi
Mehrere Hundert Menschen demonstrieren am Donnerstag (3. September) vor der Kölner Lüttich-Kaserne.
Aktualisiert:
Etwa 100 Demonstranten des Antikriegs-Bündnisses „Rheinmetall entwaffnen“ blockieren die Zufahrt zur Kölner Lüttich-Kaserne. Die Polizei sperrte nach eigenen Angaben benachbarte Straßenabschnitte ab.
Die Demonstranten stünden vor dem Tor, aber der Betrieb innerhalb der Kaserne sei nicht beeinträchtigt, sagte ein Polizeisprecher. Die Aktion werde als Versammlung gewertet. Man warte jetzt darauf, ob die Demonstranten einen Versammlungsleiter benennen.
Camille Dietrich, Sprecherin von „Rheinmetall entwaffnen“, sagte, die Aktion sei ein Signal gegen die Rolle der Bundeswehr im Prozess der immer stärkeren Aufrüstung. Es gebe zu wenige Lehrer, zu wenige Kindergartenplätze, zu wenige Frauenhäuser, weil das ganze Geld in die Rüstung fließe. Dagegen richte sich der Protest.
„Rheinmetall entwaffnen“ veranstaltet in Köln noch bis Sonntag ein Protestcamp mit mehreren hundert Teilnehmern. Teil des Programms sind auch mehrere Demonstrationen. (dpa)
