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„Geht zu weit“ Wirbel um Penis-Produkt in Kölner Shisha-Shop – Geschäft reagiert

Das Geschäft E-Smoke-Factory am Barbarossaplatz.

Die E-Smoke-Factory am Kölner Barbarossaplatz. Ein Produkt im Schaufenster sorgt für Wirbel.

Ein knapp fünf Zentimeter großer Penis im Schaufenster eines Kölner Geschäfts für E-Zigaretten und Wasserpfeifen hat für Aufregung gesorgt.

Eine Wasserpfeife blubbern oder an einer E-Zigarette ziehen – für viele Raucherinnen und Raucher sind diese Möglichkeiten in den vergangenen Jahren zu Alternativen zur herkömmlichen Zigarette geworden. Dass alles davon gesundheitsschädlich ist, steht dabei natürlich außer Frage.

Beim Rauchen einer Wasserpfeife – oder auch Shisha – werden dafür zur Wahrung der Hygiene Mundstücke verwendet, damit nicht mehrere Menschen den gleichen Schlauch mit ihrem Mund berühren. Diese Mundstücke können simpel gehalten sein – die Plastik-Stücke werden dann einmal verwendet und landen anschließend im Müll. Doch die Aufsetzer können auch in allen möglichen Formen und wiederverwendbar gestaltet sein.

Eines dieser Mundstück-Designs hat in der „E-Smoke-Factory“, einem Shop für allerlei Zubehör für Wasserpfeifen- und E-Zigaretten-Fans am Kölner Barbarossaplatz, jetzt jedoch für Wirbel gesorgt. Denn die Mundstücke haben die Form verschiedenfarbiger Penisse.

Kölner Shisha-Shop: Penis-Werbung im Schaufenster sorgt für Aufregung

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Direkt an der Haltestelle Barbarossaplatz gelegen, gibt es vor der „E-Smoke-Factory“ viel Publikumsverkehr. Unzählige Kölnerinnen und Kölner laufen täglich über einen der Hotspots der Stadt, steigen in andere Bahnen um, sind auf dem Weg auf die Ringe oder wollen in den naheliegenden Geschäften nur etwas einkaufen.

Somit laufen auch viele Kinder und Jugendliche an dem Raucher-Shop vorbei und bleiben öfters vor dem Schaufenster stehen. Und was gibt es dort auf Augenhöhe der jungen Menschen zu sehen? Die Shisha-Mundstücke in Penis-Form. Ein EXPRESS-Leser machte auf den Fall aufmerksam und fügte an: „Ich als Vater kleiner Kinder finde, dass das zu weit geht.“

Penis-Shisha-Mundstücke stehen im Schaufenster der Kölner E-Smoke-Factory.

Die Penis-Mundstücke waren am Mittwoch (1. Juni 2022) noch im Schaufenster, auf Augenhöhe von Kindern, des Shops zu sehen.

Übertrieben oder gerechtfertigte Kritik? EXPRESS.de hat vor Ort selber vorbeigeschaut – das anzügliche Raucher-Zubehör befand sich am Mittwoch (1. Juni 2022) weiterhin in der prominenten Ausstellung des Schaufensters.

Köln: Mitarbeiter reagiert: „Eine gewisse Doppelmoral“

„E-Smoke-Factory“-Mitarbeiter Fabian reagierte überrascht auf die Kritik: „Davon haben wir hier im Laden tatsächlich noch nie etwas mitbekommen. Es stimmt natürlich, das Produkt ist auf seine Weise schon irgendwo provokativ.“

Komplett verständlich ist die Reaktion für ihn jedoch nicht, wie er im Gespräch mit EXPRESS.de erklärt: „Klar laufen hier auch viele Kinder und Jugendliche vorbei und sehen das Produkt dann. Auf der anderen Seite beschwert sich aber dann auch niemand über den Tabak, der bei uns im Schaufenster steht, der ebenfalls von Kindern ferngehalten werden sollte. Darüber hinaus befindet sich nicht mal 50 Meter weiter ein Sexshop. Ich kann die Aufregung irgendwo nachvollziehen, sehe dabei aber auch eine gewisse Doppelmoral.“

Nach dem Gespräch mit EXPRESS.de reagierte das Geschäft und nahm den Mundstück-Penis aus dem Schaufenster. Es solle nun kein weiterer Staub aufgewirbelt werden, wie Mitarbeiter Fabian nach einem Telefonat mit dem Shop-Betreiber klarstellt. Verkauft werde das auffallende Shisha-Zubehör aber weiterhin.

Shisha-Shop in Köln: Stadt reagiert auf Penis-Werbung

Auf Anfrage von EXPRESS.de reagiert auch die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Bettina Mötting, auf das anzügliche Produkt des Shops. Sie weist darauf hin, dass sich die Stadt Köln mit dem Werbenutzungsvertrag gegen Werbung ausgesprochen hat, die sexistische Botschaften enthält.

Die Regelungen des Werbenutzungsvertrages gelten für Werbeflächen im öffentlichen Raum, die sich im Eigentum der Stadt Köln befinden, nicht jedoch für private Flächen oder für Werbung auf privatem Eigentum. Ihre Auffassung: „Es gebühren der Anstand und gesunde Menschenverstand, solche Ausstellungsstücke nicht auf Augenhöhe von Kindern zu platzieren.“

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