Große Investition Biotech-Firma kommt nach Köln und hat viel vor – das sind die Pläne

Aydin Kücük, Geschäftsführer der Firma Monrol, posiert für ein Foto.

Aydin Kücük, Geschäftsführer der Firma Monrol, die in Köln eine Produktionsstätte baut.

Mit Monrol kommt eines der weltweit führenden Unternehmen in der Nuklearmedizin nach Köln.

Der Kölner Gesundheitssektor hat ein wichtiges Mitglied dazugewonnen. Eines der weltweit führenden Unternehmen in der Nuklearmedizin kommt an den Rhein. Eczacıbaşı Monrol Nükleer Ürünler San. ve Tic. A.Ş., kurz Monrol, siedelt sich im Gewerbegebiet Immendorf an und baut dort ein Exzellenzzentrum für die radiopharmazeutische Produktion auf, das sich auf Produkte für Krebspatientinnen und -patienten spezialisieren soll.

Das 1985 gegründete Unternehmen Monrol mit Hauptsitz in Istanbul hat in Köln viel vor. Nach Rumänien, Bulgarien, Ägypten, Dubai, Iraq, Kuwait, Pakistan und Libyen, sollen in Deutschland 30 Millionen Euro investiert werden. Im Jahr 2017 hat das Unternehmen einen Umsatz in Höhe von 640 Millionen Euro erzielt.

Köln: Monrol baut Produktionsstätte in Immendorf

Bis 2026 soll die Anlage in Köln in Betrieb genommen werden und bei voller Kapazitätsauslastung über 90 Angestellte beschäftigen – insbesondere hochspezialisierte Fachkräfte aus den Bereichen Chemie, Physik, Medizin, Logistik sowie Produktionsspezialistinnen und -spezialisten sowie Ingenieurinnen und Ingenieure.

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Parallel wird auf dem rund 4500 Quadratmeter großen Grundstück eine eigene Vertriebsorganisation aufgebaut, sodass zukünftig weit über 100 Menschen bei der Monrol GmbH in Köln-Immendorf arbeiten werden. Die Stadt Köln und die KölnBusiness Wirtschaftsförderung haben die Ansiedlung von Monrol aktiv unterstützt.

Neben der Herstellung von Produkten der Nuklearmedizin plant Monrol den neuen Firmensitz in Köln als führenden Standort für die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Industrie zu machen, um Innovationen voranzutreiben, heißt es in einer Mitteilung vom Montag (17. Oktober 2022).

„Ein innovatives Unternehmen wie Monrol sucht immer Partner, die in einem dynamischen Umfeld schnell und zukunftsorientiert agieren. Wir sind froh und dankbar, mit der Stadt Köln und KölnBusiness genau diese Partner gefunden zu haben. Der Gesundheitsstandort Köln und das mit hochkarätigen wissenschaftlichen Instituten besetzte Umland sind ideal, um Monrols Mission im Dienste der Patientengesundheit zu erfüllen. Monrols High-End Forschung und Produktion werden sich sicher in Köln weiter sehr gut entwickeln“, so Aydin Kücük, Geschäftsführer Monrol.

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Bei der Standortsuche und der Ansiedlung wurde Monrol aktiv von der KölnBusiness Wirtschaftsförderung sowie von der Stadt Köln unterstützt. Anhand des Suchprofils des Unternehmens schlug KölnBusiness geeignete Flächen vor – darunter Immendorf – und agierte als Schnittstelle zur Stadtverwaltung, etwa bei der Bauplanung.

Die Entwicklung der Produktionsanlage findet auf einem städtischen Grundstück statt, dessen Verkauf der Stadtrat im September zugestimmt hatte. Dem vorangegangen war im Juni 2022 ein Besuch der Oberbürgermeisterin Henriette Reker in Istanbul, die ihre Reise auch für einen Besuch am Hauptsitz von Monrol nutzte, um für den Standort Köln und die Ansiedlung persönlich zu werben.

„Ich freue mich, dass sich die Monrol GmbH für die Stadt Köln als ihren ersten Standort in Westeuropa entschieden hat. Bei meinem Besuch in Istanbul konnte ich mir selbst ein Bild des innovativen Unternehmens machen, welches zukünftig die Kölner Gesundheitsbranche und den Gesundheitsstandort stärken wird. Rund 2500 türkische Unternehmen tragen heute schon zum Wirtschaftsleben in Köln bei. Ich bin mir sicher, dass Monrol und seine Beschäftigten die große Community, die vielfältigen kulturellen Möglichkeiten und die lebenswerte Atmosphäre für sich nutzen können“, so Henriette Reker, Oberbürgermeisterin der Stadt Köln.

Von Biotechnologie über Medizintechnik bis Digital Health: Im Bereich Health and Life Sciences arbeiten rund 200 Kölner Unternehmen und rund 80.000 Beschäftigte von Köln aus an innovativen und zukunftsweisenden Lösungen – mit einem jährlichen Umsatz von 6,5 Milliarden Euro.

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