Sie hat schon alles gewonnen Kölner Sportlerin (18) ist Vorbild für viele und hat jetzt großen Traum

Die Kölner Kickboxerin Sila Roderburg nach einem Sieg im Kampfring.

So sieht eine Siegerin aus: Die Kölner Kickboxerin Sila Roderburg, hier ein unterdatiertes Foto, ist amtierende deutsche Meisterin.

Die Kölner Kickboxerin Sila Roderburg (18) hat schon alles gewonnen. Jetzt greift die junge Sportlerin nach den Sternen. 

Mit dieser jungen Kölnerin will man sich nicht anlegen. Sila Roderburg (18) ist Welt-, Europa- und amtierende deutsche Meisterin im Kickboxen. Die Ehrenfelderin bereitet sich auf ein großes Turnier vor und erzählt bei EXPRESS.de was ihr größter Traum ist.

Die 55-Kilo-Atheltin hat’s drauf: Sie hat sich als einzige deutsche Sportlerin für die World Games im Juli 2022 in den USA qualifiziert. Der Wettkampf des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) gilt als die „kleinen Olympischen Spiele“, da der Sport noch nicht olympisch ist.

Köln: Kickboxerin Sila Roderburg hat große Ziele

„Das ist mein größter Traum, bei den Olympischen Spielen mitzumachen. Dafür gebe ich alles“, sagt die Abiturientin des Königin-Luise-Gymnasiums. Wie sie zu dem Sport gekommen ist? „Mein Vater hat meine Schwester und mich bei unserer Einschulung in die Grundschule beim Kampfsportcenter Köln angemeldet, damit wir in der Schule nicht herumgeschubst werden“, erzählt sie.

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Die Kölner Kickboxerin Sila Roderburg beim Training.

Die Kölner Kickboxerin Sila Roderburg, hier im Training im Kampfsportcenter Köln, ist derzeit in ihrer Gewichtsklasse die Nummer 1 in Deutschland.  

Die Kölnerin kann nach zwölf Jahren mehrere Titel vorweisen. „Ich hatte zu Hause keinen Platz mehr für die Pokale. Die stehen jetzt in einem Regal in der Sportschule“, sagt sie. Sie ist seit 2016 im Nationalteam und belegt derzeit Platz zehn der Weltrangliste des Weltverbands für Kickboxen. „Das liegt daran, dass ich eine Gewichtsklasse höher (bis 60 Kilogramm, die Red.) bei Wettkämpfen angetreten bin, um mich für die World Games qualifizieren zu können“, erklärt sie. In Deutschland sei sie auf Platz eins.

Der Sport habe ihr Selbstvertrauen gesteigert und „man lernt disziplinierter und respektvoller zu sein“, wie sie schildert. Darauf lege ihr Trainer Ali Yalcin (64) im Training großen Wert. Der Kölner hat die Kampsportschule an der Venloer Straße 1977 gegründet und ist heute als Funktionstrainier für die Nachwuchsförderung beim Bundesverband zuständig.

Die Kölner Kickboxerin Sila Roderburg (18), amtierende Deutsche Meisterin, träumt von einer Teilnahme bei den Olympischen Spielen. Hier mit ihrem Trainer Ali Yalcin vom Kampfsportcenter Köln. Fotos: Kampfsportcenter Köln

Die Kölner Kickboxerin Sila Roderburg, hier nach einem erfolgreichen Wettkampf mit ihrem stolzen Trainer Ali Yalcin.

Stolz erzählt er, dass der Kölner Verein bereits 25 Welt- und 30 Europameister hervorgebracht hat. Dass Frauen Kampfsport betreiben sei schon lange keine Seltenheit mehr, schildert der Kölner Trainer. „Von unseren 400 Sportlern sind 150 Frauen, davon sieben in der Nationalmannschaft in unterschiedlichen Klassen“, so Yalcin.

Von Sila hält er große Stücke und trainiert mit ihr, um bei den World Games eine Medaille zu gewinnen. Doch der große Traum bleibt Olympia. Voraussichtlich 2028 soll Kickboxen als weitere Sportart aufgenommen werden. Dann wäre Sila 24 Jahre und damit im besten Alter für einen solchen Wettbewerb.

Bis dahin trainiert sie fleißig weiter und drückt die Schulbank. Ihren Sport würde sie am liebsten auch zu ihrem Beruf machen, wie sie erklärt: „Ich würde nach dem Abi gerne als Sportsoldatin zur Bundeswehr.“

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