Trotz Regen und Matsch: Tausende feiern am Tanzbrunnen.
Schlamm, Schunkeln, SingenWacken-Stimmung bei Party am Tanzbrunnen

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Jecke feiern an Weiberfastnacht 2026 beim tollen Programm am Tanzbrunnen ab.
Die treffendste Bemerkung des Tages am Tanzbrunnen war schon um 11.00 Uhr klar: „Da habt ihr aber übles Wetter bestellt.“ Dieser Satz fiel beim Einlass und wiederholte sich, denn es goss in Strömen. Das wichtigste Accessoire bei der Weiberfastnachtsparty von Radio Köln und Kölner Stadt-Anzeiger Medien war daher der Regenponcho.
Ob durchsichtig, gelb oder pink, er wurde unter Kapitänsmützen und Karnevalsmaus-Kostümen getragen. Wer ohne kam, sah trotz schönster Verkleidung schnell wie ein begossener Pudel aus. Alles richtig gemacht hatte eine Frau, die auf dem Kopf einen Käseigel und auf dem Rücken einen Panzer aus Mett trug und dabei tadellos aussah.
Kölner Tanzbrunnen: Sänger holt sich nasse Socken
Im Karneval sind wirklich alle gleich. Wer sich an Weiberfastnacht vor der Bühne am Tanzbrunnen versammelte, musste in diesem Jahr besonders hartgesotten, ultrajeck oder beides sein.
Den Anfang machten die Räuber, gefolgt von Kasalla, die die tapferen Jecken trotz des schlammigen Bodens zum Springen brachten. Danach kamen die Domstürmer. Um 11.35 Uhr fluchte Sänger Micky Nauber kurz auf der Bühne. „Ich habe es geschafft, in die einzige Pfütze hier oben zu treten“, rief er, klagte über nasse Socken für die nächsten Auftritte und beschwor mit seiner Band den Zusammenhalt der Feiernden: „Zesamme sin mer Fastelovend.“ Vor ihm verwandelte sich das Gelände zunehmend in ein Schlammfeld, das an Wacken erinnerte.
Anders als beim Metal-Festival in Schleswig-Holstein wälzten sich die Besucherinnen und Besucher am Deutzer Rheinufer jedoch nicht im Dreck, sondern schunkelten fröhlich. Im VIP-Zelt war inzwischen auch „80-Euro-Waldi“ eingetroffen. Der aus der ZDF-Show „Bares für Rares“ bekannte Händler Walter Lehnertz bekam umgehend ein Kölsch von „Express“-Blattmacher Christian Knop gereicht. Sichtlich vergnügt zeigten sich auch der „Sitzungspräsident“ Volker Weininger, Ulrich S. Soénius, Stephan Grünewald, Ralf Schlegelmilch und Ralf Remmert.
Um 12.17 Uhr hörte der Regen auf, was für kurzes Aufatmen sorgte. Miljös Lied „Wolkenplatz“, das sie gerade sangen, passte dennoch, da von Sonne keine Spur war. Plötzlich war auch das Festkomitee anwesend: Präsident Christoph Kuckelkorn und einige Vorstandsmitglieder schauten vorbei. Für Kuckelkorn war jeder Besuch zugleich ein Abschied in seiner Rolle als Chef der organisierten Jecken.

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Regen und Schlamm sind im Tanzbrunnen egal, die Stimmung ist einfach super!
Stadtrand-Sänger Roman Lob nahm den Regen auf seine Weise: „Scheiß aufs schlechte Wetter“, sagte er und stimmte den aktuellen Hit der Band, „Papagei“, an. „Überall, wo wir in diesen Tagen hinkommen, sehen wir bunte, lustige Vögel.“ Lob animierte das Publikum gekonnt zum Mitmachen und schmeichelte den Anwesenden mit den Worten: „Ihr seid so wundervoll.“
Kurze Zeit später hießen die Herausgeber Isabella Neven DuMont und Christian DuMont Schütte die VIP-Gäste im Zelt der Party willkommen. Die Veranstaltung wurde von „Radio Köln“ und „Kölner Stadt-Anzeiger“ Medien organisiert. Sie wünschten allen einen herrlichen Fastelovend und eine tolle Feier am Tanzbrunnen.
Weltpremiere: Björn Heuser hat altes Willi-Ostermann-Lied bearbeitet
Gerald Selch, Chefredakteur des „Kölner Stadt-Anzeiger“, betonte anschließend die Wichtigkeit des Jahres 1876 für Köln. In diesem Jahr wurden Konrad Adenauer und Willi Ostermann geboren, und auch der „Kölner Stadt-Anzeiger“ erschien erstmals. Zum 150. Geburtstag hat Musiker Björn Heuser das alte Willi-Ostermann-Lied „Wenn einer jett om Häzze hät (Ich ben der Stadt-Anzeiger)“ neu bearbeitet. Er spielte den Song zusammen mit Redakteuren und Redakteurinnen des KStA ein und präsentierte ihn nun „in einer Welturaufführung“, wie Selch erklärte. Seit Mittwoch ist das Lied auf ksta.de zum Download verfügbar.
Heuser, der kurz zuvor noch auf der großen Bühne stand, betrat nun die kleinere, intimere Bühne neben Selch. Er tat, was er am besten kann: die Menschen zum Mitsingen und Schunkeln animieren. Und es funktionierte: Die Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Stadtgesellschaft griffen zu den verteilten Textblättern und stimmten mit ein – darunter Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD), Jochen Ott und Martin Börschel. Ebenso schunkelten Stefan Löcher, Thomas Schulz-Homberg, Thilo Schmid, Cenk Özöztürk sowie Renate Schmidt und Marie-Christine Frank mit (red).
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

