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Zoff um Kölner KarnevalKasalla-Sänger mit Klartext zur „Ballermann“-Debatte

Basti Campmann von Kasalla

Basti Campmann von Kasalla

Eskaliert der Fastelovend in Köln? Jetzt spricht Kasalla-Frontmann Basti Campmann.

Der Startschuss für die tollen Tage an Weiberfastnacht steht unmittelbar bevor, und jetzt kocht die Debatte richtig hoch.

Kasalla-Frontmann Basti Campmann hat sich die kontroversen Kommentare von Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) bezüglich einer „Ballermannisierung“ Kölns vorgenommen und findet dazu erstaunlich klare Worte.

„Die Exzesse beim Karneval sind an einigen Orten außer Kontrolle geraten“

Überraschenderweise stimmt der Musiker dem Politiker teilweise zu. „Auf der Zülpicher Straße und in Teilen der Südstadt ist der Karneval zu einer reinen Saufveranstaltung geworden – das ist definitiv ein Problem“, so die Aussage von Campmann. Das berichtet „t-online“.

Bestimmte Tendenzen beim Feiern auf der Straße und in den Kneipen hält er für „problematisch“. Für den Frontmann der gefeierten Kölsch-Band ist die Sache klar: „Die Exzesse beim Karneval sind an einigen Orten außer Kontrolle geraten.“ 

Als Grund für die Eskalationen nennt Campmann eine „Verrohung, die wir in vielen Teilen der Gesellschaft erleben“. Der eigentliche Sinn des Karnevals sei bei zahlreichen Partygästen schlichtweg nicht mehr vorhanden. Trotzdem fordert der Künstler auch einen genaueren Blick und stellt die Äußerung des OBs infrage: „Man sollte auch überprüfen, ob in der OB-Aussage nicht auch ein wenig von 'Früher war alles besser' drinsteckt.“

Im Januar hatte Burmester der Deutschen Presse-Agentur mitgeteilt, die Stadt sei zwar stolz auf ihre Gastfreundschaft und freue sich über Besucher, die zum Feiern anreisen. Eine deutliche Grenze zog er dennoch: „Dass wir das nicht in die Ballermannisierung laufen lassen dürfen, ist aber auch klar.“ Der Oberbürgermeister ergänzte: „Es gibt kein Recht darauf, hier Dinge zu tun, die man in der eigenen Heimatstadt nicht tun dürfte.“

Wegen des nahenden Straßenkarnevals rüsten sich Stadt und Polizei mit einem riesigen Kontingent an Sicherheitsleuten. Für Ruhe und Ordnung sollen insgesamt über 5.000 Kräfte sorgen. Die setzen sich zusammen aus circa 1.500 Polizistinnen und Polizisten, bis zu 970 Helfern von Feuerwehr und Rettungsdienst, 400 Personen vom Ordnungsamt und 2.600 privaten Sicherheitsleuten.

Ungeachtet der Kritik an den Auswüchsen, unterstreicht Campmann aber mit Nachdruck die Wichtigkeit des Karnevals für die Stadt. Die Annahme, Köln wäre ohne die fünfte Jahreszeit besser dran, nannte er „den größten Quatsch“.

Der Karneval sei ein „riesiger wirtschaftlicher Faktor für die Gastronomie und die Hotels“ und zudem ein Alleinstellungsmerkmal für Köln in Deutschland. Am Rosenmontag ist die Gruppe mit einem eigenen Wagen beim Umzug dabei. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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