Die PaveierPersonalwechsel bei Kultband: Gründungsmitglied hört auf – Nachfolger von den Domstürmern

In diesem Jahr feiert die Kölner Kultband Paveier ihr 40-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass kündigte die Gruppe nun eine personelle Veränderung an: Ein Gründungsmitglied steigt aus.

„Leev Marie“, „Heimat es“, „Buenos Dias Mathias“. Die Hits der Paveier kennen alle. Seit nun 40 Jahren begeistert die Band ihre Fans mit Hits zum Feiern und Schunkeln.

Doch am Donnerstag (17. August 2023) erlebte die Kultband, die zu den Urgesteinen der Kölner Musikszene gehört, einen sehr bewegenden Moment. „Das ist für uns ein relativ emotionaler Tag in einem sehr besonderen Jahr“, sagte Frontmann Sven Welter (42).

Die Paveier: Brühl-Abschied am 23. September im Gloria

Nach 40 Jahren steigt ein weiteres Gründungsmitglied der Band aus. Hans-Ludwig „Bubi“ Brühl (64) nimmt am 23. September beim Mitsing-Konzert im Gloria Abschied von der Bühne und will künftig sein Privatleben mehr genießen.

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Brühls Nachfolger ist auch kein Unbekannter in der Kölner Musikszene. Alexander Klaus (52), der seit 2018 Bass bei den Domstürmern spielte, wird das Urgestein am Klavier und an der Gitarre beerben. „Dass ich solch einen Sympathieträger wie den Bubi ersetzen kann, ist eine große Ehre“, sagte der Neue. Bei seiner bisherigen Band übernimmt Heleno Castro den Bass.

Nach Brühls Abschied sind mit Detlef Vorholt (65) und Klaus Lückerath (68) nur noch zwei Gründungsmitglieder Teil der Band. 2012 hatte sich die Gruppe bereits von Bubis Bruder Micky Brühl (62) getrennt. Nun müssen die Paveier ohne Brühl-Element auskommen.

2014 hatte zudem Bassist Bodo Schulz (73) aufgehört. Mit Sven Welter (42), Johannes Gokus (45) und Markus Steinseifer (58) wurde bereits seit Jahren die Verjüngung eingeleitet.

„Ich bin im 65. Lebensjahr, das ist das perfekte Rentenalter“, begründete Brühl den Schritt. „Ich gehe in den wohlverdienten Ruhestand und nicht im Streit, sondern aus einer harmonischen Beziehung. Sollte einmal ein Engpass auftreten, stehe ich natürlich zur Verfügung.“

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Band-Oberhaupt Vorholt zeigte, wie sehr ihn dieser Schritt mitnahm: „Für uns ist das traurig. Das ist, als wenn einem eine Rippe herausgeschnitten wird. Ich habe ein Jahr lang versucht, auf ihn einzureden, aber er ließ sich nicht umstimmen.“

Paveier: Detlef Vorholt und Klaus Lückerath machen aber weiter

Vorholt ist nach eigener Aussage sogar ein bisschen neidisch auf seinen Freund, mit dem er insgesamt 58 Jahre Musik gemacht hat. „Ich kann ihn da verstehen. Aber für mich kommt das Aufhören noch nicht infrage“, sagte er.

Auch Klaus Lückerath bleibt der Band erhalten. Doch auch er war melancholisch: „Das wird schon komisch, im November den Kopf nicht mehr neben uns stehen zu haben.“

Alle Bandmitglieder hoben beim Treffen hervor, dass die Paveier mehr als eine musikalische Interessengemeinschaft seien. „Unsere Band ist aus einer Freundschaft gebildet worden“, sagte Brühl. „Damit haben wir 40 Jahre Bundesliga gespielt und sind ein paar Mal Meister geworden. Wir haben das Optimale erreicht.“

Entsprechend war auch der menschliche Faktor bei der Nachfolgesuche entscheidend. Vorholt hatte Klaus schon vor 20 Jahren kennengelernt, als dieser noch in der Band Kleeblatt war. „Wir haben jemanden gesucht, der in das Gefüge passt. Bei der ersten gemeinsamen Probe hatten wir alle nach zehn Sekunden ein Grinsen im Gesicht“, erzählte Welter.