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Neuer Party-Hotspot im FokusKölner Polizei plant Mega-Aufgebot zum Sessionsstart

Die Polizei patrouilliert am 11.11.2025 in der Kölner Altstadt.

Copyright: Uwe Weiser

Die Polizei patrouilliert am 11.11.2025 in der Kölner Altstadt.

Mehr als 1000 Polizistinnen und Polizisten, ein neuer Brennpunkt am Chlodwigplatz und klare Ansagen zu Alkohol und Waffen – die Polizei Köln macht ihren Plan für den Sessionsauftakt öffentlich.

Der „Elfte im Elften“ steht vor der Tür – und die Kölner Polizei rüstet sich mit einem Großaufgebot.

Mehr als 1000 Beamtinnen und Beamte sind am Mittwoch (11. November) in Köln und Leverkusen im Einsatz. Bereits ab den frühen Morgenstunden werden die Einsatzkräfte an den bekannten Feier-Hotspots präsent sein: Altstadt, Zülpicher Viertel, die Ringe. Neu in diesem Jahr: Auch der Chlodwigplatz in der Südstadt rückt besonders in den Fokus der Einsatzkräfte. Auch dieser Bereich hat sich inzwischen zu einem Party-Hotspot entwickelt.

Nach Halloween-Krawallen: Keine konkreten Hinweise auf Störungen

Einsatzleiter Polizeidirektor Gregor Eisenmann erklärt: „Köln ist Karnevalshochburg. Für viele Menschen ist der Sessionsauftakt ein besonderer Tag, der für Lebensfreude und Gemeinschaft steht. Uns ist wichtig, dass alle Menschen diesen Tag möglichst unbeschwert und sicher erleben können.“

Deshalb habe man sich gemeinsam mit der Stadt Köln, der Feuerwehr, den unter städtischer Aufsicht tätigen Sicherheitsdiensten sowie den Kölner Verkehrsbetrieben intensiv vorbereitet und setze auf enge Abstimmung. „Wir werden an den verschiedenen Feierorten mit starken Kräften präsent sein, ansprechbar bleiben und dort, wo es notwendig ist, frühzeitig und konsequent einschreiten. Die Menschen sollen in Köln friedlich und sicher feiern können.“

Besondere Brisanz bekommt der Einsatz durch die jüngsten Ereignisse in der Stadt: Erst Ende Oktober war es nach der „Gen Z regelt“-Demonstration zu heftigen Ausschreitungen in der Innenstadt gekommen.

Die Polizei Köln betont nun ausdrücklich: Die Erfahrungen aus der Halloweennacht fließen in die aktuellen Einsatzvorbereitungen und Lagebewertungen mit ein. Nach derzeitigem Erkenntnisstand liegen aber keine Hinweise auf angemeldete Versammlungen oder konkrete Sicherheitsstörungen zum 11.11. vor. Die Polizei Köln sei hierzu im ständigen Austausch mit bundes- und landesweiten Sicherheitsbehörden.

Besonderen Schutz erhält erneut die Synagoge in der Roonstraße, die die Polizei auch in diesem Jahr mit speziellen Maßnahmen sichert.

Messerverbot und Kontrollen

Neben der sichtbaren Präsenz setzt die Polizei auch 2026 auf gezielte Personen- und Taschenkontrollen. Bei öffentlichen Veranstaltungen gilt grundsätzlich ein Messerverbot.

Auch täuschend echt aussehende Waffenattrappen sind als Kostümteil tabu – sie sind verboten, verunsichern andere Feiernde und können polizeiliche Maßnahmen auslösen.

Jugendschutz: Klare Grenzen beim Alkohol

Ein zentrales Anliegen von Polizei und Stadt bleibt der Jugendschutz. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigten, dass übermäßiger Alkoholkonsum das Risiko erhöhe, in gewalttätige Auseinandersetzungen verwickelt oder Opfer von Straftaten zu werden.

Stark alkoholisierte Kinder und Jugendliche werden an Mitarbeitende des Jugendamtes übergeben, die in Abstimmung mit den Erziehungsberechtigten weitere Schritte einleiten.

Wegen der hohen Besucherzahlen müssen Feiernde und Anwohner vor allem in der Innenstadt mit Verkehrseinschränkungen, Straßensperrungen und temporären Zugangsbeschränkungen rechnen. (mt)