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Johannes Hermanns zu Gen-Z-ProtestenKölns Polizei-Chef mit klarer Ansage an Krawallmacher

Polizeipräsident Johannes Hermanns spricht auf einer Pressekonferenz.

Copyright: Arton Krasniqi

Polizeipräsident Johannes Hermanns (Archivfoto) plant, gegenüber möglichen Randalierern durchzugreifen.

Sorge vor Halloween-Krawallen: Polizeichef Hermanns appelliert an junge Kölner, sich von Krawallmachern zu distanzieren.

Johannes Hermanns macht sich Sorgen, und das nicht nur als Kölner Polizeipräsident. Mit Blick auf die heftigen Krawalle in europäischen Großstädten – etwa in Frankreich und Italien – und die möglichen Auswirkungen auf Deutschland stellt er sich ausdrücklich an die Seite der Kölnerinnen und Kölner, für die solche Bilder unerträglich sind.

Und die Angst davor haben, so der Polizeichef, „dass der Funke der Gewalt auch zu uns überspringt“.

Kölner Polizeipräsident: Wir sehen pure Gewalt

Brennende Barrikaden. Ein Mob, der marodierend und plündernd durch Metropolen zieht und all das zerstört, wofür Menschen hart gearbeitet haben. Diese Bilder machen Hermanns wütend und fassungslos. Für ihn ist die Sache eindeutig: Mit Demokratie und Meinungskundgabe hat das nichts zu tun, erst recht nicht mit Versammlungen, die unter dem Schutz der Verfassung stehen. Johannes Hermanns: „Wir sehen pure Gewalt, die durch nichts zu rechtfertigen ist und auch nicht vor der Bevölkerung haltmacht.“

Gleichzeitig zeigt der Polizeipräsident großes Verständnis für die junge Generation. Sie macht sich berechtigte Sorgen um ihre Zukunft, und das in vielen Bereichen: bezahlbares Wohnen, Jobs, Lebensstandard und vieles mehr. Dafür zu demonstrieren und sich zu engagieren, nennt Hermanns ehrenwert.

Dann aber kommt die klare Ansage: „Wer aber glaubt, in Köln Veränderungen durch Anwendung von Gewalt erzwingen zu können, wird auf eine entschlossene Polizei treffen, die alles dafür tun wird, dass Versammlungen friedlich bleiben und Ausschreitungen gar nicht erst passieren.“ Deshalb führt an Halloween am Samstag bei der „Gen Z“-Demo (hier unser Liveblog) ein sehr erfahrener Polizist den Einsatz: der Leitende Polizeidirektor Martin Lotz.

Eine Garantie gibt es trotzdem nicht. Ein Restrisiko werde bleiben, räumt Hermanns ein. Sein Appell richtet sich darum insbesondere an die jungen Menschen in der Stadt: Sie sollen sich nicht in gewalttätige Proteste hineinziehen lassen und sich von Krawallmachern distanzieren.

Diese hässlichen Bilder der Gewalt lassen sich aus Sicht der Polizei nur verhindern, wenn alle zusammenstehen. Man hoffe, dass sich der ganz überwiegende Teil der Menschen dessen bewusst ist. Hermanns ruft deshalb auch alle Kölnerinnen und Kölner auf, in der Halloweennacht die Augen offen zu halten und die Polizei zu informieren, wenn etwas aus dem Ruder zu laufen droht. (red)