Der Sprung in den kühlen See ist verlockend, kann aber schnell gefährlich werden. Wir sagen Euch, worauf Ihr achten müsst.
Heute Hitze in KölnGefahr in Badeseen: Diese Fehler können lebensgefährlich werden

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Wer auf einer Luftmatratze im Wasser liegt, ist Wind und Strömung ausgesetzt. Also: regelmäßig checken, wohin es einen so treibt.
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Im Rheinland steigt das Thermometer am Donnerstag über die 30-Grad-Marke. Für Köln gilt eine Hitzewarnung des Deutschen Wetter Dienstes (DWD). Bei diesen Temperaturen zieht es viele nur noch an den See. Doch der Sprung ins kühle Nass kann schnell gefährlich werden. Wer ein paar einfache Regeln beachtet, badet sicher.
Wir sagen Euch, worauf Ihr achten müssen.
Gefahr für den Kreislauf: Der Sprung ins kalte Wasser
Gerade am Anfang des Sommers lauert eine Gefahr, die viele unterschätzen: der krasse Temperaturunterschied zwischen Luft und Wasser. Die Luft heizt sich auf 30 Grad und mehr auf, doch die Seen sind Mitte Juni mit unter 20 Grad oft noch richtig kalt.
„Springt man dann mit aufgeheiztem Körper ins noch recht kühle Wasser, wird das Herz-Kreislauf-System stark gefordert“, warnt Andreas Paatz, Bundesleiter der DRK-Wasserwacht. Für Menschen mit Vorerkrankungen kann das lebensgefährlich enden, etwa durch Bewusstlosigkeit im Wasser.
Darum gilt: Erst abkühlen! Benetzt euree Arme, Oberkörper und Beine mit Wasser. Wer ganz sicher sein will, geht langsam ins Wasser, anstatt reinzuspringen.
Auf dem Flamingo eingeschlafen: Plötzlich ist das Ufer weg
Luftmatratze, Schwimmring oder der riesige Flamingo: Darauf zu dösen ist herrlich. Bis zum Schockmoment, wenn man merkt: Das Ufer ist verdammt weit weg.
„Wenn ich auf einer Luftmatratze dahingleite, bin ich Strömungen und auch dem Wind ausgesetzt“, sagt Andreas Paatz. Wer solche aufblasbaren Schwimmhilfen benutzt, sollte hellwach bleiben, um frühzeitig das Ruder herumzureißen.
Doch was tun, wenn man abgetrieben ist? „Dann würde ich nicht empfehlen, sofort mit dem ganzen Körper von der Luftmatratze runterzugehen – schließlich ist der Körper ja oft aufgeheizt, das kann gefährlich werden“, so Paatz.
Sein Tipp: Beine ins Wasser, Oberkörper auf der Matratze lassen und mit kräftigen Armzügen zurück zum Ufer paddeln.
Alkohol am See: Eine brandgefährliche Mischung
Ein Rausch macht leichtsinnig – und führt zu Ideen, die nüchtern betrachtet total dumm sind. Alkohol und Drogen sind beim Baden tabu, mahnt Andreas Paatz. Gerade in Gruppen heizt man sich dann gegenseitig zu Mutproben an, wie riskanten Kopfsprüngen ins Gewässer.
Selbstüberschätzung: „Mal eben rüberschwimmen“ kann böse enden
Ach, das andere Ufer ist doch gar nicht so weit! Diese Fehleinschätzung ist laut Paatz eine Hauptursache für Badeunfälle. Es ist ein „Missverhältnis zwischen der eigenen Kondition und der Schwimmstrecke, die bewältigt werden muss“. Die Kräfte schwinden, und wenn man nicht mehr stehen kann, wird das schnell lebensbedrohlich.
Sein Ratschlag lautet daher: Halten Sie sich beim Schwimmen parallel zum Ufer. „Dort kann man auch sehr viel Strecke machen und sich herausfordern, ohne per se weit rauszuschwimmen.“
Bei Gewitter und Regen: Sofort raus aus dem Wasser!
Zieht ein Gewitter auf, ist der Badespaß vorbei. Schlägt ein Blitz ins Wasser, verteilt sich der Strom laut Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE) großflächig. Sogar über 100 Meter vom Einschlagsort entfernt ist die elektrische Ladung noch so stark, dass sie für Schwimmer einen Schock bedeuten kann. Dann droht das Ertrinken.
Und so romantisch das Baden im Sommerregen auch wirkt: DRK-Experte Andreas Paatz hält das für eine schlechte Idee. Die Regentropfen bilden auf der Oberfläche ein Gemisch aus Wasser und Luft. Das Atmen wird schwerer, man kann sich verschlucken – eine gefährliche Situation.

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Zieht ein Gewitter heran, ist es erst einmal vorbei mit dem Baden im See.
Keine falsche Scheu: Lieber einmal zu früh um Hilfe rufen!
Wer mitten auf dem See merkt, dass die Puste ausgeht oder es ihm nicht gut geht, sollte sofort andere alarmieren. Rufen und winken Sie um Hilfe!
„Man muss dafür noch nicht akut in Gefahr sein. Es reicht, dass die Kräfte nachlassen und man absehen kann, dass man künftig womöglich Hilfe braucht“, macht Andreas Paatz deutlich. (dpa/red)

