Auch in Österreich prägen Hitzewellen den Sommer. Die Worte eines Meteorologen sorgen nun für Vergleiche mit einem Netflix-Film.
„Irrsinn“Alpen ähneln Glutofen – Auftritt von TV-Meteorologe geht viral

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Österreich und die Slowakei melden neue Hitzerekorde. (Symbolbild)
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Die Alpenrepublik ähnelt laut vorläufigen Daten einem Glutofen: Binnen 24 Stunden ist in Österreich ein weiterer Allzeit-Hitzerekord aufgestellt worden. Ganz im Osten des Landes, im niederösterreichischen Deutsch-Altenburg, stieg die Temperatur auf 41,2 Grad, wie der meteorologische Dienst Geosphere Austria auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte.
Damit übertraf der Wert die Temperatur von 41 Grad, die am Dienstag gemessen worden war. Die Wetterexperten erwarten für den Osten des Landes erst am Freitag eine Entspannung. Im Westen des Landes soll die Temperatur bereits am Donnerstag auf unter 30 Grad sinken.
Hitzerekord in Österreich und der Slowakei
Auch aus der Slowakei wurde derweil am Mittwoch ein neuer Temperaturrekord gemeldet: Die südslowakische Gemeinde Kamenice nad Hronom an der Grenze zu Ungarn verzeichnete 41,4 Grad. Im benachbarten Ungarn musste das Kernkraftwerk Paks wegen des Niedrigwassers der Donau fast vollständig heruntergefahren werden.
In der Slowakei war der Schiffsverkehr am Montag vorübergehend unterbrochen, da der tiefe Pegelstand eine Anti-Schiffsmine aus dem Zweiten Weltkrieg freigab. Die Hauptstadt Bratislava hatte am Dienstag einen neuen Temperaturrekord für das Stadtgebiet aufgestellt.
Trockenheit: Wasserknappheit und niedrige Pegelstände
Auch Wien hatte am Dienstag mit 41 Grad den Allzeitrekord für Österreich bereits geknackt. Die extreme Hitze in der Alpenrepublik setzt Menschen und Natur zunehmend zu.
Während einige Gemeinden mit Wasserknappheit kämpfen, ist der Schiffsverkehr auf der Donau und anderen Flüssen wegen niedriger Pegelstände teils zum Erliegen gekommen. Der nationale Wetterdienst warnte auch am Mittwoch vor „extremer Hitzebelastung“.
Österreichischer TV-Meteorologe geht viral
Die außergewöhnliche Lage im Alpenraum erstaunt auch die Fachleute im Nachbarland: Der TV-Auftritt eines Meteorologen geht dort derzeit viral. Mehr als 2,3 Millionen Aufrufe und 110.000 Likes bekam ein emotionaler Vortrag von Manuel Kelemen über die Ausmaße der aktuellen Hitzewelle, berichtete das Nachrichtenportal „heute“.
Der Meteorologe hatte zuvor mit eindringlichen Worten das Ausmaß der Hitzewelle beschrieben. Die Lage sei „meteorologischer Irrsinn“ und „statistisch gar nicht möglich“, hieß es etwa von Kelemen. Es sei „vollkommen verrückt“, dass die heißeste Region Europas derzeit die Alpen seien – und nicht etwa Länder am Mittelmeer.
Vergleiche mit Netflix-Film „Don't Look Up“
Noch nie in seiner zwei Jahrzehnte langen Arbeit als Meteorologe habe er eine solche Lage erlebt, erklärte der Fachmann zudem sichtlich erstaunt. Das Ausmaß der aktuellen Hitzewellen in Europa könne man nur mit einem Wort zusammenfassen: „Klimakrise“.
Der TV-Auftritt verbreitete sich schnell in den sozialen Netzwerken – dort wurden mitunter Vergleiche mit Szenen aus dem Netflix-Film „Don't Look Up“ angestellt: In dem Film versuchen Wissenschaftler auch mit TV-Auftritten vor einem herannahenden Asteroiden zu warnen, bleiben damit jedoch erfolglos. (das/kna/dpa)
