In der Kölner Innenstadt läuft am Samstag eine Friedenskundgebung gegen den Rüstungskonzern Rheinmetall. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort – Autofahrer müssen sich auf Sperrungen einstellen.
Großeinsatz in KölnPolizei mit zahlreichen Einsatzkräften in der Innenstadt

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In der Kölner Innenstadt läuft am Samstag eine Friedenskundgebung gegen den Rüstungskonzern Rheinmetall. Das Foto zeigt die Blockade der Lüttich-Kaserne am 3. September.
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Die Kölner Polizei ist am Samstag (5. September) mit einem Großaufgebot im Einsatz! Der Anlass dafür ist eine Kundgebung unter dem Motto „Frieden für alle auf der Welt“, angemeldet ab 13 Uhr. Sie ist Teil des mehrtägigen Protestcamps „Rheinmetall entwaffnen“, das sich gegen den Rüstungskonzern und gegen die Aufrüstung richtet.
Rund 400 Teilnehmende hatte die Polizei zunächst erwartet, der Aufzug sollte sich zunächst gegen 13.45 Uhr in Bewegung setzen. Dann die Korrektur: Nach Angaben des Anmelders startete der Zug um 14.30 Uhr „mit deutlich mehr Teilnehmenden als erwartet“, wie die Polizei mitteilt.
Autofahrer sollten den Bereich weiträumig umfahren
Die Route führt quer durch die Stadt: über die Kölner Ringe, die Aachener Straße, durchs Belgische Viertel bis in den Bereich Venloer Straße und Innerer Grüngürtel. Dort, am Protestcamp, soll die Abschlusskundgebung stattfinden. Das Ende wird für 19 Uhr erwartet.
Für Autofahrer heißt das vor allem eins: Sie müssen Geduld haben. Im Bereich der Innenstadt komme es zu Verkehrssperrungen und möglichen Beeinträchtigungen, teilte die Polizei mit. Und weiter: „Bitte umfahren Sie den Bereich weiträumig.“ Die Sperrungen seien temporär und wanderten mit dem Zug mit.
Das Protestcamp läuft bereits seit dem 1. September und endet am 6. September. Rund 500 Menschen nehmen nach Polizeiangaben im Bereich des Inneren Grüngürtels daran teil – auf Höhe des Colonius beziehungsweise des Naturfreundehauses Mitte sowie zwischen Venloer Straße und Subbelrather Straße.
Bereits am Dienstag war die Polizei Köln in der Spitze mit bis zu 1000 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz. Der Leitende Polizeidirektor Frank Wißbaum, der den Großeinsatz gemeinsam mit einem Führungsstab leitet, erklärt dazu: „Als Polizei Köln bereiten wir uns bereits seit längerer Zeit intensiv auf das angezeigte Protestcamp und die weiteren Versammlungen vor. Wir sind rund um die Uhr im Einsatz und damit auch in der Lage, auf nicht angezeigte Aktionen zu reagieren.“
Am Donnerstag hatten mehr als 140 Demonstranten des Bündnisses die Zufahrt zur Kölner Lüttich-Kaserne blockiert. Die nicht angezeigte Versammlung wurde wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz aufgelöst. Die Teilnehmer erhielten Platzverweise, Strafverfahren wurden eingeleitet. Der Militärring war ab etwa 9 Uhr zwischen Mercator- und Neusser Landstraße gesperrt – bis zum Abend.
Am Freitag zog ein Aufzug unter dem Motto „Langer Marsch für Freiheit und Demokratie“ mit angezeigten 2000 Teilnehmenden über Trankgasse, Zeughausstraße, Hohenzollernring, Hansaring und Konrad-Adenauer-Ufer zurück zum Bahnhofsvorplatz. (mg)

