2

EXPRESS-Nationen-TabelleAlle 48 Länder – so WM ist Köln!

Menschen aus 48 Nationen fiebern in Köln mit ihren Teams.

Copyright: Shutterstock

Menschen aus 48 Nationen fiebern in Köln mit ihren Teams. 

Aktualisiert:

Das große Fiebern hat begonnen, die WM ist angerollt und der Fußball zieht fast alle in seinen Bann. EXPRESS.de sagt, wie stark die WM-Nationen in der Kölner Bevölkerung vertreten sind.  

Die Fußball-WM in Zahlen? Für Köln? Wie wär´s mit dieser: 1098. Yes! Oder besser: Si!

Denn so international wie nie die diesjährige Fußball-Weltmeisterschaft mit 48 Teilnehmernationen vonstatten geht, so bunt ist die Bevölkerungsstruktur Kölns.

Alle Nationen in Köln vertreten

1098, das ist die Zahl der Menschen mit mexikanischem Migrationshintergrund, die in dieser Stadt leben, neben Deutsch mindestens Spanisch sprechen – und die mit dem Auftaktsieg gegen Südafrika am Donnerstagabend einen tollen WM-Start feierten.

Streng nach den Zahlen der Kölner Bevölkerungsstatistik waren entsprechend 425 hiesige, unterlegene Südafrikaner angesichts von null Toren, null Punkten und zwei Roten Karten fürs Erste bedient.

Auch für das zweite Vorrundenspiel der Gruppe A lassen sich die lokalen Kräfteverhältnisse exakt darstellen: 1186 Kölner Südkoreaner gegenüber 1714 Kölner Tschechen – auf dem Platz in Guadalajara stand es am Ende 2:1.

Die ganze Welt in Köln: Das war auch bei den vergangenen großen Turnieren zu beobachten. Haben wir sie denn wirklich noch alle beisammen? Doch! Denn auch für den Rest des Teilnehmerfeldes gilt: Von jedem und jeder ist was dabei. Iraker (16966) und Österreicher (3920), Kongolesen (1080) und US-Amerikaner (4069), Schweizer (1758) und Japaner (981), Spanier (6523) und Franzosen (5948). Die Tabelle weist auch 562 Usbeken, 547 ecuadorische deutsche Gruppengegner, 60 Haitianer, 38 Leute aus Katar und immerhin 16 Menschen mit Wurzeln in Kap Verde nach. Und nicht zu vergessen: Unsere fantastischen Türken. 922810! Sorry, da war eine Null zu viel. Also: 92281. Nur Deutsche gibt es hier noch mehr.

Ein „Türkiye“-Anhänger ist dabei erneut das mobile Kölner Symbol der Völkerverständigung: Halil Cetin, seit vielen Jahren Straßenverkäufer von EXPRESS und Kölner Stadt-Anzeiger, montiert zu jedem Turnier – ob die Türkei dabei ist, oder nicht – die Fahnen aller Teilnehmer auf das Dach seines VW Passat und zeigt damit auf seinen Fahrten Herz und Flagge.

„Diesmal ist es mit 48 Ländern schon etwas eng geworden auf dem Auto, aber es hat geklappt mit der Konstruktion“, erzählt er. Dann schlägt sein Herz nochmal einen Takt höher – hat er doch glatt Tickets für zwei Vorrundenspiele der Türkei, gegen Paraguay (380 Dollar) und gegen den Gastgeber USA (750 Dollar). Über Frankfurt geht es in wenigen Tagen nach Los Angeles.

Halil Cetin vor seinem WM-Auto

Copyright: Ayhan Demirci

Halil Cetin geht wieder multinational auf Fahrt.

Die Wahrheit hinter Curacao

Zurück zur Basis und dem Kölner Fanbase-Zahlenwerk. Auf eine Nachfrage bei der Stadt Köln, was denn eigentlich mit den Curacaoern ist, Deutschlands  wundersamen Auftaktgegnern aus der Karibik, erfährt man Heikles. Diese Menschen haben nämlich keinen eigenen Pass. Es sind Holländer. Also: Obacht.

Passen müssen wir an dieser Stelle auch mit einer numerischen Einordnung Schottlands, denn zwar gibt es erhebliche separatistische Kräfte unter den Schotten, aber gelöst vom britischen Königreich haben sie sich bislang nicht – sie haben aber eben einen eigenen Fußballverband, gleiches gilt (neben England) für Wales und Nordirland. Gesamtzahl der Briten in Köln, unter denen sich Schotten garantiert finden: 3728.

So zeigt sich in diesen Wochen wieder, dass Köln zwar keine Weltstadt ist, aber eine Stadt von Welt. Von „Little Portugal“, dem Vasco-da-Gama-Viertel an der Liebigstraße, über die vielen arabischstämmigen Friseure in den Barbershops, über den Latein- und Südamerikatreff „Café Especial“ in Deutz, wo am Donnerstagabend die Azteken-Party stieg, bis zu den zahlreichen Pubs. Nur beim Italiener sieht´s diesmal mau aus – schade!

Die am Ende größte Party sollte bei alldem natürlich in Schwarz-Rot-Gold laufen. Am besten, alle feiern mit! Von aktuell 1 100 076 Kölner Bürgern haben 862 326 einen deutschen Pass.

Schon zur Wochenmitte könnten die Temperaturen die 30-Grad-Marke knacken. Da werden die Freibäder zum Sehnsuchtsort.
Wetter für Köln und NRW
Hitzeglocke! Experten warnen vor extremen Temperaturen