WM-Stadion leer, aber FIFA zählt voll? Kuriose Erklärung.
Rätsel um leere RängeFIFA hat eine kuriose Erklärung für die vielen freien Plätze

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Auf der Tribüne gab es in Zapopan zahlreiche freie Plätze.
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Stadion proppenvoll, aber keiner sitzt auf seinem Platz? Die FIFA steht zu ihren offiziellen Zuschauerzahlen, obwohl beim WM-Spiel zwischen Südkorea und Tschechien im Fernsehen gähnende Leere herrschte. Die Erklärung des Verbands ist, sagen wir mal, kreativ.
Am Donnerstag (Ortszeit) sollen laut Fußball-Weltverband sage und schreibe 44.985 Menschen im Stadion im mexikanischen Zapopan gewesen sein. Das Stadion fasst 45.664 Plätze, wäre also zu 98,5 Prozent ausgelastet gewesen. Doch die TV-Bilder erzählten eine ganz andere Geschichte und sorgten für mächtig Wirbel: Immer wieder waren haufenweise unbesetzte Sitze zu sehen.
FIFA-Logik: Gescannte Karte zählt, egal wo der Fan ist
Die FIFA schiebt die Schuld auf die Fans selbst. Viele hätten es vorgezogen, das Match stehend im Tribünenumlauf anzuschauen, statt sich auf ihre Plätze zu hocken. Eine Begründung, die viele nur mit dem Kopf schütteln lässt.
Der Weltverband präzisierte seine Zählweise in einer Mitteilung: „Offizielle Besucherzahlen spiegeln die Anzahl der gescannten Tickets und der Zuschauer wider, die sich innerhalb des Stadiongeländes aufhielten, und nicht visuelle Einschätzungen der Sitzbesetzung zu einem beliebigen Zeitpunkt während des Spiels.“ Im Klartext heißt das: Wer drin ist, wird gezählt – ob auf dem Sitz, an der Würstchenbude oder auf der Toilette.
Schon vor dem Turnierstart am Donnerstag hieß es von offizieller Seite, dass 29 Partien als ausverkauft gelten. Für 75 Begegnungen gab es hingegen noch Karten.
Ein möglicher Grund für die Lücken auf den Tribünen könnten die gesalzenen Ticketpreise für die WM in Kanada, Mexiko und den USA sein. Diese sorgen bei vielen Anhängern für gewaltigen Frust. FIFA-Präsident Gianni Infantino verteidigte die Kostenpolitik jedoch erst am Mittwoch. Sein Argument: Der amerikanische Markt und andere Top-Sportarten in den Vereinigten Staaten würden als Maßstab dienen. (dpa/red)
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