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Es werden immer mehrKölner Straßen sind ein einzige Holperpiste

Im Asphalt einer Straße klafft ein großes Loch, die darunterliegenden Steine sind zu sehen. Zwei Fahrradfahrer sind auf der Straße unterwegs.

Ein Schlagloch auf der Merowingerstraße. Das Foto wurde am 6. Januar 2026 gemacht. 

Nach der Kältewelle: Kölns Fahrbahnen gleichen einer Holperpiste.

Kaum ist der Frost des Winters verschwunden, kommt das ganze Drama auf den Kölner Wegen zum Vorschein. Der Belag wurde durch Schnee und Eis im Januar massiv beschädigt. Löcher im Boden sind nun überall eine Bedrohung und entwickeln sich für Autofahrende, Radler sowie Radlerinnen und auch für Menschen mit Kinderwagen zu einem wahren Horror. Eine solche Bodenfalle kann für Fahrradfahrer extrem riskant sein, während Fahrzeugbesitzer um ihre Stoßdämpfer und Reifen bangen.

Der Unmut in der Kölner Bevölkerung ist gewaltig. Bei der Stadtverwaltung laufen die Leitungen heiß. Zahllose Fahrbahnschäden werden von den Menschen über die Telefonnummer 0221/221-38141 sowie mit dem „Sag's uns“-Online-Formular angezeigt.

Ein städtischer Sprecher gibt zu: Die Anzahl der Hinweise hat stark zugenommen. Vor allem Fahrbahnen mit bereits vorhandenen Schäden und Sprüngen sind betroffen. Das berichtet „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Die Verwaltung gelobt, das Problem anzugehen. „Die Beseitigung von Schlaglöchern ist für die Stadt Köln eine Hauptaufgabe“, wird mitgeteilt. Derzeit sind jeden Tag 35 Arbeitskräfte vom Bauhof unterwegs, damit die übelsten Vertiefungen repariert werden. Aufgrund der enormen Schadensmenge sind sogar externe Unternehmen ganzjährig unterstützend tätig. Es existiert keine offizielle Statistik über die Löcher, doch die Tendenz zeigt nach oben im Vergleich zum Vorjahr, eine Information, die die Stadt bereits für 2025 bekannt gab.

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Doch wie kommt es eigentlich zu diesen gemeinen Kratern? Der Mechanismus ist einfach und hat fatale Folgen: Flüssigkeit dringt in winzige Spalten der Fahrbahndecke ein. Wenn die Temperaturen unter null fallen, gefriert das Wasser, vergrößert sein Volumen und hebt den Belag von innen an. Wenn dann schwere Pkw oder sogar Laster darüber rollen, gibt die Oberfläche nach – und schon ist die Vertiefung da. Weil zahlreiche Kölner Fahrbahnen sowieso schon wie ein Flickwerk aussehen, kann die Kälte leicht angreifen.

Die Konsequenzen können ins Geld gehen: beschädigte Reifen, verbogene Achsteile oder gar Sprünge in der Ölwanne. Radfahrend riskieren bei einem Sturz üble Verletzungen, vor allem, wenn die Vertiefungen im Dunkeln oder voller Wasser nur schwer erkennbar sind.

Die Stadtverwaltung zur Verantwortung zu ziehen, ist jedoch kompliziert. Eine Chance besteht nur, falls ein Verstoß gegen die Verkehrssicherungspflicht durch die Gemeinde belegt werden kann. Zum Thema passend existiert in Großbritannien am 15. Januar der „National Pothole Day“, bei dem die übelsten Fahrbahnschäden zelebriert werden. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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